|
 |
Doro01

Seltenschreiber

Treue-Sterne
           
Dabei seit: 08.09.2009
Beiträge: 2
Alter: 39
Herkunft: Sachsen Eigene Schilddrüsenerkrankung: keine Schilddrüsenerkrankung des Kindes: angeborene Hypothyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 10.06.2009
 |
|
| Kleines Baby mit Hypothyreose |
 |
Ich möchte mich erst einmal vorstellen. Ich bin Doreen, habe eine Tochter von 2 1/2 Jahren und einen Sohn, der am 10.06. 2009 geboren ist. Sechs Tage nach seiner Geburt bekamen wir einen Anruf von der Uni-Klinik Leipzig, dass unser Sohn eine angeborene Hypothyreose hat und wir sofort kommen sollten. Das war natürlich ein Schock.
Mittlerweile ist unser Sohn nun drei Monate. Er ist ein richtiger kleiner Sonnenschein, der viel lacht. Von der Uni-Klinik fühlen wir uns gut betreut, obwohl wir natürlich keinen Vergleich haben. Doch so richtig kann ich die schöne Zeit mit ihm nicht genießen. Ständig mache ich mir Sorgen.
Er kann seinen Kopf noch nicht allein halten und ich weiß nicht, ob das mit seiner Krankheit zusammenhängt. Sollten wir schon zur Ergotherapie gehen oder erstmal abwarten? Die Ärztin meinte, dass er das noch lernt.
Dann würde mich auch interessierten, wie es anderen Müttern von Kindern mit Hypothyreose in der Schwangerschaft ging. Mit ging es ab dem dritten bis zum sechsten Monat sehr schlecht. Ich konnte teilweise vor Schwäche gar nicht aufstehen. Aber kein Arzt konnte etwas feststellen. Frage mich nun manchmal, ob es da vielleicht einen Zusammenhang zur Krankheit meines Sohnes gab?
Würde mich freuen, wenn mir andere Eltern berichten, wie sie die erste Zeit mit ihrem Baby und der Hypothyreose so erlebt haben.
|
|
08.09.2009 14:26 |
|
|
Norbert
Internetbeauftragter


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 06.10.2003
Beiträge: 5.848
Herkunft: Raum Köln Eigene Schilddrüsenerkrankung: Hashimoto Schilddrüsenerkrankung des Kindes: 1 Unklare SD Erkrankung 2 Hashimoto Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 1996, 1993, 1991
 |
|
| RE: Kleines Baby mit Hypothyreose |
 |
Hallo Doro,
Ich würde da mit den Spezialisten der Uniklinik drüber reden.
Niedergelassene Kinder Ärzte neigen dazu, "lassen Sie dem Kind Zeit, Jedes Kind entwickelt sich anders,..." aussagen zu machen. Damit haben sie natürlich auch echt, denn vieles wächst sich auch aus, abe manchmal ist es eben doch wichtig früh an zu fangen.
Wurde inzwischen festgestellt warum Dein Sohn zu wenig SD Hormone hat?
Es gibt da verschiedene Ursachen. Manchmal ist es ein Anlagefehler und die SD hat sich gar nicht gebildet, manchmal ist es irgend ein Fehler in der Hormonproduktion. Manchmal liegt die SD auch einfach nicht an der richtigen Stelle und kann deshalb nicht ausreichend arbeiten.
Die Ersten Anlagen der SD bilden sich soweit ich weiß bereits in der 5. Schwangerschaftswoche, Ab ca. der 12. Schwangerschaftswoche fängt sie an Hormone herzustellen. Dass es Dir nach der 12. Woche schlecht ging kann also kaum die Ursache für die Störung bei Deinem Sohn sein.
Es kann sein, dass ihr zu den verschiedensten Ärzten müsst.
Ich würde Dir empfehlen, Dir immer die Laborwerte Deines Sohnes geben zu lassen und einen Ordner anzulegen.
So ist es viel einfacher mit den Ärzten zu reden. Die wollen immer wissen wie den die letzten Werte waren und es ist einfacher dann in der eigenen Akte nach zu schauen, als dass der Arzt dann von seinem Kollegen die Akteneinsicht fordert.
Außerdem Du bist Diejenige, die Deinen Sohn am besten kennt, die am besten beurteilt ob er sich normal entwickelt.
Da ist es doch nur richtig, wenn Du dich mit der Thematik auseinandersetzt und nicht alles den Ärzten überlässt, die Dein Kind ein mal im viertel Jahr sehen
__________________ Viele liebe Grüße
Norbert
Ich bin kein Arzt und äußere hier nur meine eigenen Erfahrungen und das was in Fachbüchern und Publikationen steht! Bitte beachten Sie unbedingt unsere Nutzungsbedingungen
|
|
08.09.2009 18:04 |
|
|
Sontonia

Wenigschreiber


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 16.04.2008
Beiträge: 5
Alter: 30
Herkunft: Landsberg Eigene Schilddrüsenerkrankung: keine Schilddrüsenerkrankung des Kindes: Hypothyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 05.12.2007
 |
|
| RE: Kleines Baby mit Hypothyreose |
 |
Hallo Doreen,
unsere Kleine (inzwischen 1 3/4) hat auch eine angeborene Unterfunktion bzw. sie konnten bislang noch gar keine Schilddrüse bei ihr finden... Wir haben aber damit überhaupt keine Probleme oder Einschränkungen und sie entwickelt sich bis jetzt auch ganz normal.
In meiner Schwangerschaft ging´s mir im 2. und 3. Monat so schlecht, mir war immer so übel und ich konnt fast nix bei mir behalten. Hab mich deswegen auch schon mal gefragt, ob ihre Krankheit damit zusammen hängen kann, weil sie evtl. zu wenig "abbekommen" hat... Aber vielleicht macht man sich manchmal auch einfach zu viele Gedanken...
Euch auf jeden Fall alles Gute,
LG Sonja
|
|
08.09.2009 20:25 |
|
|
Ninna

Vielschreiber


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 03.05.2007
Beiträge: 45
Alter: 44
Herkunft: Berlin Schilddrüsenerkrankung des Kindes: Athyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 23.04.2007
 |
|
| RE: Kleines Baby mit Hypothyreose |
 |
Hallo Doro,
such mal hier im Forum nach meinen Beiträgen. Meine Tochter war auch von Anfang an sehr muskelhypoton und es zieht sich bis jetzt.
Wir haben ab dem dritten Lebensmonat Krankengymnastik bekommen. Du kannst dich auch gerne per PN an mich wenden, dann kann ich dir noch mehr erzählen.
Meine Schwangerschaft war unproblematisch.
Liebe Grüße
Corinna
__________________ LG Ninna
|
|
08.09.2009 20:50 |
|
|
Doro01

Seltenschreiber

Treue-Sterne
           
Dabei seit: 08.09.2009
Beiträge: 2
Alter: 39
Herkunft: Sachsen Eigene Schilddrüsenerkrankung: keine Schilddrüsenerkrankung des Kindes: angeborene Hypothyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 10.06.2009
Themenstarter
 |
|
Hallo Norbert!
Danke für die schnelle Antwort.
Bis jetzt konnte noch nicht geklärt werden, woran der Mangel an SD Hormonen liegt. Bei einer Sonographie am 7. Lebenstag wurde Gewebe erkannt, aber eine SD-ähnliche Struktur konnte nicht abgegrenzt werden. Weitere Untersuchungen dahingehend wurden noch nicht gemacht.
Jedoch ist jetzt schon klar, dass die SD, falls vorhanden gar nicht arbeitet (TSH > 100).
Wenn Du schreibst, dass die SD des Babys ab der 12. Schwangerschaftswoche Hormone produziert, könnte es mir ja so schlecht gegangen sein, weil die SD meines Sohnes eben nicht gearbeitet hat und er sich bei mir "bediente".
Ist im Prinzip jetzt auch egal, aber der Gedanke, dass ich Schuld an der Erkrankung sein könnte, belastet schon.
Hallo Ninna!
Hab Deine Beiträge schon gelesen und würde gern näheres erfahren. Weiß aber nicht was PN ist
(bin doch neu hier)
|
|
08.09.2009 22:05 |
|
|
Ninna

Vielschreiber


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 03.05.2007
Beiträge: 45
Alter: 44
Herkunft: Berlin Schilddrüsenerkrankung des Kindes: Athyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 23.04.2007
 |
|
Sorry, Doro. Da war ich wohl zu schnell.
Einfach unten im Beitrag von mir auf Email drücken. Dann kannst du mir schreiben und es lesen nicht alle mit. Man bekommt (sofern eingestellt) dann eine Nachricht per Email, dass eine persönliche Nachricht (PN) vorliegt und kann hier in sein Profil gehen und sie lesen.
Ich versuch dass gleich mal mit dir und schicke dir meine "richtige" Email-Adresse.
LG Corinna
PS : Mir wurde mitgeteilt, dass das baby im Bauch sich nicht (zumindest nicht im relevanten Maß für die nötige Versorgung) am mütterlichen SD-Hormon bedient, weil es nicht leicht plazentagängig ist.
Vermutet mal, dass meine Kleine schon im Mutterleib deutlich unterversorgt war und deshalb auch die schnelle Gabe von L-Thyroxin die Muskelschwäche nicht vollständig beheben konnte. Mein Arzt, den ich mal gefragt habe, ob die fehlende SD im Ultraschall hätte erkant werden können (Feindiagnostik z-B.) meinte nur, die sei sehr klein und überhaupt, wenn ja, dann hätte man täglich Schilddrüsenhormone durch den Bauch zum Kind spritzen müssen (und das wird nicht gemacht wegen des Risikos).
__________________ LG Ninna
|
|
09.09.2009 07:06 |
|
|
Ninna

Vielschreiber


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 03.05.2007
Beiträge: 45
Alter: 44
Herkunft: Berlin Schilddrüsenerkrankung des Kindes: Athyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 23.04.2007
 |
|
Entschuldigung, nicht auf Email, sondern auf PN klicken. Aber Email probiere ich mal aus...
__________________ LG Ninna
|
|
09.09.2009 07:07 |
|
|
melisah

Internetbeauftragte


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 07.09.2005
Beiträge: 886
Alter: 49
Herkunft: NRW Eigene Schilddrüsenerkrankung: Schilddrüse wegen Knoten vollständig entfernt, Nebenschilddrüse ist nach der Reimplantation, nach 1,5 Jahren wieder angesprungen
 |
|
Hallo Doro,
schuld an der Erkrankung bist du nicht. Wir können in einer Schwangerschaft viel beeinflussen aber nicht alles.
Alles Liebe
Mechtild
__________________ Versuchs nur und siehe du kannst
______________________________________________________
Ansprechpartnerin für Schilddrüsenkranke in Borken und Umgebung
|
|
09.09.2009 08:16 |
|
|
Norbert
Internetbeauftragter


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 06.10.2003
Beiträge: 5.848
Herkunft: Raum Köln Eigene Schilddrüsenerkrankung: Hashimoto Schilddrüsenerkrankung des Kindes: 1 Unklare SD Erkrankung 2 Hashimoto Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 1996, 1993, 1991
 |
|
Hallo Doro,
Nun, bedient hat sich Der Fötus sicherlich bei Deinen Hormonen.
Ohne SDHormone funktionieren die Zellen einfach nicht so gut.
Das immense Wachstum das sich ja gerade ganz zu Anfang entwickelt wird da sicher auch Hormone brauchen.
Und nicht umsonst ist das Schwangerschaftshormon ßHCG dem TSH so ähnlich, dass es in der Lage ist die SD zu stimulieren und ohne TSH Anstieg die SD zur Produktion von mehr Hormonen anzuregen.
Deine SD kann, zumindest wenn sie Gesund ist, das aber sofort ausgleichen. Und wenn es Dir da so schlecht ging wird doch bestimmt jemand mal Deine SD Funktion geprüft haben. Ist also zwar eine gute Theorie aber nicht sehr wahrscheinlich.
Soweit ich weiß hat man bisher noch keine Ursache für die angeborene Hypothyreose gefunden.
Du kannst also sicher sein, dass Du nicht die "Schuld" hast an dieser Entwicklungsstörung. Denn dann gäbe es auch andere Frauen die die selben Beschwerden hatten und die selben "Ergebnisse" erzielen
Betrachte es als Laune der Natur und sei Fro, dass Du nicht vor 50 oder 60 Jahren ein Kind bekommen hast. Denn da hätte man das wenn überhaupt erst viel zu spät behandeln können.
__________________ Viele liebe Grüße
Norbert
Ich bin kein Arzt und äußere hier nur meine eigenen Erfahrungen und das was in Fachbüchern und Publikationen steht! Bitte beachten Sie unbedingt unsere Nutzungsbedingungen
|
|
09.09.2009 12:32 |
|
|
mausina

Vielschreiber


Treue-Sterne
           
Dabei seit: 26.04.2009
Beiträge: 29
Alter: 47
Herkunft: Bayern Eigene Schilddrüsenerkrankung: Hashimoto seit 2006 Schilddrüsenerkrankung des Kindes: angeb.Hypothyreose Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 24.09.2004
 |
|
| RE: Kleines Baby mit Hypothyreose |
 |
Hallo Doro,
meine Tochter (inzwischen 5 Jahre) ist auch mit angeborener Hypothyreose auf die Welt gekommen. Sie bekommt seit Ihrem vierten Lebenstag L-Thyroxin. Ihr TSH-Wert war nch dem ersten Bluttest 480!!! Der Test wurde wiederholt, um ein Laborfehler auszuschließen. Es bestätigte sich aber dann. Meine Schwangerschaft verlief sehr gut, aber auch ich hatte das schlechte Gewissen , ich könnte dafür verantwortlich sein. Man grübelt immer was man evt. falsch gemacht haben könnte. Das kenne ich nur zu gut! Meine Tochter war anfänglich motorisch sehr langsam, sie konnte auch lange denKopf nicht heben. Aber glaube mir,man achtet, weil man ja von der Krankheit weiß, ganz besonders auf solche Dinge. Auch dachte ich meine Tochter krabbelt oder läuft wohl nie. Heute weiß ich es besser. Kein Mensch frägt später mehr ob sie mit 12 Mon. oder mit 19 Monaten das Laufen anfing. Hauptsache sie tut es irgendwann. Also mach dir nicht so viele Sorgen. Meine Kleine entwickelt sich prächtig!
Alles Gute für Euch!!
__________________ trotz allem, immer positiv bleiben
|
|
12.09.2009 22:47 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
Die Beratungen und Informationen auf unserer Homepage, in unseren Foren, in unserem Chat, oder per E-Mail sind keine Ferndiagnosen und keine Behandlungsvorschläge. Sie sind keinesfalls eine Aufforderung zum Abbruch einer ärztlich verordneten Therapie zu sehen und fordern auch nicht zur Aufnahme einer Therapie ohne ärztliche Begleitung auf. Sie sind als reine (Laien-) Informationen und persönliche Meinungen anzusehen und ersetzen keineswegs eine eingehende, individuelle medizinische und/oder ärztliche Untersuchung und/oder die fachliche Beratung durch einen (Kinder-) Arzt, durch einen Therapeuten oder durch einen Apotheker! Für Ihre Erkrankung empfehlen wir deshalb - unabhängig von der Inanspruchnahme von Informationen durch unsere Internetseiten -, stets einen fachkundigen (Kinder-) Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Nur dieser kann eine eingehende, individuelle medizinische und/oder ärztliche Untersuchung durchführen, Ihre Symptome, Ihr etwaiges Krankheitsbild und Ihren Gesamtzustand einschließlich eventueller Vorerkrankungen beurteilen. Auf Wunsch nennen wir Ihnen gerne entsprechende Ansprechpartner! Weder der Schilddrüsenbundesverband „Die Schmetterlinge e. V.“ noch dessen Vorstandsmitglieder, Ansprechpartner, Regionalgruppenleiter, Selbsthilfegruppenleiter und/oder Diskussionsteilnehmer übernehmen eine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit erteilter Informationen. Es gilt deutsches Recht, auch wenn Sie von außerhalb Deutschlands auf die Internetseiten des Schilddrüsenbundesverbandes „Die Schmetterlinge e. V.“ zugreifen. |
|