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Laurinchen69

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| SD-Unterfunktion=ADS ähnliches Erscheinungsbild???? |
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Hallo!
Muss hier dringend mal was loswerden. Ich habe einen Sohn, 7 Jahre, er geht in die Sprachförderklasse 1. Schuljahr. Ich werde jetzt versuchen mich so kurz wie möglich zu fassen.
Er war immer ein sehr lebhaftes Kind, aber in den ersten 2 Lebensjahren gut entwickelt. Aber mit den Jahren bekamen wir viele Schwierigkeiten mit ihm. Schlafprobleme, Wutanfälle, Gereiztheit, starke Unruhe, Sprachverzögerung, häufige Infekte der Nasenschleimhäute, Koordinationsprobleme. Ich wande mich als er 4 Jahre alt war an die Frühförderstelle. Dort hieß es Verdacht auf Wahrnehmungsstörungen, sozial und emotional entwicklungsverzögert bzw. instabil, verwaschene Aussprache, Malen ging fast gar nicht, usw.usw.
Er bekam 2 Jahre Frühförderung und Ergo, auch Logopädie. Das half wohl ein bißchen, aber einen vollen Erfolg brachte es nicht. Als er dann eingeschult werden sollte, hieß es, dass die Sprechmotorik zu schlecht wäre, er stößt sich auch mit der Zunge (ich finde sie sehr groß) vorne an den Zähnen, so daß die S-Laute nicht richtig funktionieren. Mund steht auch immer offen. Außerdem sei er zu unkonzentriert und zu unruhig für eine große Klasse.
Als sich die Probleme bei der Einschulung nicht legten, ließen wir beim Kinderpsychiater eine Testung machen. Diagnose: hochgradige ADHS, mit Verdacht auf Lernschwäche. Die Einstellung auf Ritalin sollte folgen und bei der Blutentnahme - siehe da - starke Unterfunktion der Schilddrüse. Jetzt soll er erst auf Hormone eingestellt werden. Im Moment nimmt er 50 mg, es sollen noch 25 mg hinzukommen. Der Kinderarzt erzählte mir was von einem Wert von 8 (weiß nicht mehr welcher Wert), der normalerweise höchstens auf 5 sein darf.
Beim Psychiater sagten sie mir dann, dass man sowas noch nicht hatte in der praxis und keiner konnte mir so genau sagen, inwiefern diese Unterfunktion schon länger bestehen kann und ob sie vielleicht Schäden bei meinem Kind hinterlassen hat. Auch die ADHS ist vielleicht nicht so ausgeprägt, wie angenommen oder könnte es vielleicht dann auch gar keine sein? Niemand scheint so richtig Bescheid zu wissen.
Was ist, wenn mein Sohn in seiner geistigen Entwicklung zurückhängt deswegen. Der Kinderarzt meinte, dass wäre nur der Fall wenn er es schon als Baby gehabt hätte. Der gleiche Kinderarzt hat aber auch behauptet, dass in den Schilddrüsenhormonen Jod enthalten ist, was Quatsch ist. Wo könnte ich mich denn jetzt hinwenden und wann würde man denn überhaupt eine Besserung der Symptome bemerken? Uns kommt es nämlich schon nach ein paar Einnahmen besser vor - aber vielleicht bilden wir uns das ein??!!
Wer kennt sich denn damit aus und könnte mir helfen?
LG Laurinchen69
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09.01.2012 12:00 |
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Norbert
Internetbeauftragter


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Dabei seit: 06.10.2003
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Herkunft: Raum Köln Eigene Schilddrüsenerkrankung: Hashimoto Schilddrüsenerkrankung des Kindes: 1 Unklare SD Erkrankung 2 Hashimoto Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 1996, 1993, 1991
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| RE: SD-Unterfunktion=ADS ähnliches Erscheinungsbild???? |
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Hallo Laurinchen,
Um mal mit dem Schluss anzufangen, Nein, ihr bildet euch das nicht
Die ersten Verbesserungen bemerkt man meist innerhalb weniger Tage, allerdings dauert es oft eine weile bis sich alles normalisiert.
Zu den SD Hormonen, Im Prinzip hat der Arzt recht, natürlich ist in SD Hormonen Jod.
Wenn Du nach der chemischen Formel für Thyroxin suchst wirst Du finden, dass da 4 Jodatome in einem Thyroxin Molekül sind. Und damit das Thyroxin dann in der Zelle wikt wird da auch noch ein Jodatom abgespalten und es entsteht Trijodthyronin.
Oft findest Du auch die Bezeichnungen T4 und T3 wobei die Zahl dann eben die Menge der Jodatome angibt die im Molekül sind.
Aber und ich denke das war es, wo der Arzt irrt dieses abgespaltene Jod liegt nicht in elementarer Form for, es ist an irgendetwas gebunden und kann wohl auch nicht recycled werden.
Aber es gibt natürlich auch Medikamente, die Thyroxin + Jod enthalten, wenn der Kinderarzt so etwas meinte hat er natürlich auch recht, das Jod drin ist.
Allerdings ist dieses Medikament nicht das Medikament der Wahl, wenn der Verdacht auf Hashimoto bestehen könnte.
Womit der Kinderarzt auch recht hat, ist, das eine Unterversorgung mit SD Hormonen bei Säuglingen fatale Folgen hat und bis zur geistigen Behinderung reichen kann.
Deshalb macht man auch einen Auslassversuch erst, wenn die Kinder mindestens 2 Jahre sind.
Ob jetzt ein späterer Mangel noch langfristige Folgen hat? Ich weiß nicht ob das je untersucht wurde. Die Folgen sind definitiv nicht so gravierend.
Aber die Bandbreite der menschlichen Fähigkeiten ist groß.
Und wer ist schon in der Lage bei einem Kind, das gerade erst eingeschult wird zu bestimmen ob es die Befähigung für das Gymnasium hat, oder ob es am Ende eine Förderschule sein wird.
Wie soll man da den Test machen? Selbst völlig gesunde Geschwister können unterschiedliche Befähigungen haben. Und solange genug Kapazitäten übrig bleiben um ein normales Leben führen zu können kommt bei einer Studie heraus, es hat keine Folgen. Wer will den sagen, ohne die Unterfunktion in der Kindheit wäre aus dem Handwerker mit Hauptschulabschluss ein zweiter Einstein geworden?
Aber das führt jetzt zu weit.
Ob alle Symptome Deines Sohnes der Unterfunktion zuzuschreiben sind kann natürlich keiner sagen, aber es bestehen gute Chancen, dass sich vieles bessert.
__________________ Viele liebe Grüße
Norbert
Ich bin kein Arzt und äußere hier nur meine eigenen Erfahrungen und das was in Fachbüchern und Publikationen steht! Bitte beachten Sie unbedingt unsere Nutzungsbedingungen
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10.01.2012 14:24 |
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Laurinchen69

Vielschreiber


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| RE: SD-Unterfunktion=ADS ähnliches Erscheinungsbild???? |
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Hallo!
Danke für die Antwort. Da habe ich dem Arzt ja bitter Unrecht getan. Mir geht es auch nicht darum, ob mein Sohn ein Einstein hätte werden können. Aber er hat schon Defizite in den letzten Jahren gehabt und insbesondere in den letzten Monaten (also nach der Einschulung) hatte ich fast den Verdacht, da er oft so reaktionslos war und nichts mehr auf die Reihe brachte (z.B. beim Anziehen) und sich nichts mehr merken konnte, dass er an einer geistigen Behinderung kratzt. Deshalb waren die Sorgen die letzten Tage groß, dass da was zurück geblieben ist.
Wenn ich ihn mir aber jetzt (nach 4 Tabletten) so ansehe, kann ich es kaum glauben. Die Schrift ist deutlicher, der Redefluss ist besser und seine Mathelehrstandermittlung (Test darf man ja im 1. Schuljahr nicht sagen) war richtig gut. Seine Laune ist viel besser, er bleibt mal bei der Sache und kann sich konzentrieren.
Vielleicht ist nach jahrelanger endloser Odysee mal vorsichtig etwas Optimismus angebracht?? Hoffentlich..
LG Laurinchen69
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10.01.2012 16:52 |
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