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Schilddrüsenbundesverband - Die Schmetterlinge e. V.Kinder und Jugendlichesonstige Schilddrüsenerkrankungen (Kinder)TSH von 8,52 auf 1,21 in 8 Wochen? • Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen TSH von 8,52 auf 1,21 in 8 Wochen?  
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TSH von 8,52 auf 1,21 in 8 Wochen? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo!

Hätte mal wieder eine Frage. Hier die Werte von meinem Sohn (7) vom 3.1.12:

TSH basal 8,52 (0,60 - 4.84)
fT4 1,20 (0,97-1,67)

Er nahm L-Thyroxin 50, dann 75, dann wieder nur 50 da Überdosierungserscheinungen, dann seit einer Woche gar nichts mehr, da er total überdosiert erscheint (Hitzewallungen, Herzschmerzen, Muskelschmerzen, Aggression usw.) Nun die Werte vom letzten Freitag:

TSH basal 1,21
fT4 0,95

Was soll ich jetzt davon halten. Operation gelungen, Patient tot? Wie schnell soll denn der TSH sinken? Er scheint massiv überdosiert , es geht ihm schlecht, er hat aber keinen supprimierten TSH-Spiegel.

Wer kann mir helfen, bin echt verzweifelt, da ohne Medis geht es nicht und mit . selbst bei geringer Dosierung zeigt er Überreaktionen. Habe morgen einen Termin beim Endo.

LG Laurinchen69
19.03.2012 12:32 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Laurinchen,

wie erging es ihm unter L-Thyroxin 50???
Wenn es ihm zu nieder ist würde ich wechseln zwischen 75 und 50,
also einen Tag 50 und einen Tag 75.

Wobei die Werte ja unter L-Thyroxin 75 gar nicht so schlecht aussehen.
Also ein TSH Wert von 1,21 ist ein guter Wert.

Ich würde es mit dem Behandelnden Arzt auf alle Fälle besprechen.

LG

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19.03.2012 12:57 Mariposa ist offline E-Mail an Mariposa senden Beiträge von Mariposa suchen Nehmen Sie Mariposa in Ihre Freundesliste auf
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Also wenn ich davon ausgehe Das die Normen gleich sind, dann ist das FT4 ja doch extrem niedrig.
Also ich würde versuchen einen Termin bei einem pädiatrischen Endokrinologen zu bekommen.
Meist finden man die in den Unikliniken.
Leider dauert es meist nur sehr Lange bis man einen Termin bekommt.

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Norbert

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19.03.2012 13:46 Norbert ist offline E-Mail an Norbert senden Homepage von Norbert Beiträge von Norbert suchen Nehmen Sie Norbert in Ihre Freundesliste auf
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Hallo!

Danke nochmals für die Antworten. Erstmal zu den Blutwerten. sie wurden abgenommen, nachdem wir das L-Thyroxin 50 (75 ging morgens gar nicht) 3 Tage abgesetzt hatten, weil mein Sohn unter massiven Überdosierungserscheinungen litt.

Er lief förmlich Amok. Er war so übererregt, dass er sich kaum noch beruhigen konnte. Stundenlanges Weinen (ohne wirklichen Grund), so dass ich zeitweise überlegte ihn ins nächste Krankenhaus zu bringen. Auch Heißhunger, Herzschmerzen, hochroter Kopf und starke Aggression waren mit von der Partie. Wir mussten das L-thyroxin absetzen.

Was ich nur so komisch fand, dass der TSH nun normal ist, obwohl es meinem Sohn schlecht geht. Einen Termin beim Pädiatrischen Endokrinologen in der nächsten Uniklinik habe ich morgen. Ich weiß auch nicht, wie schnell der TSH sinken soll normalerweise. Nach "sanfter" Behandlung sieht mir das Ganze aber nicht aus.

Was bedeutet es denn eigentlich, wenn der fT4- Wert zu niedrig ist? Oder kann das auch daran liegen, dass 3 Tage mit den Tabletten pausiert wurde?

Im Moment bekommt mein Sohn gar nichts, was bei einem ursprünglichen TSH-Wert von 8,52 nun auch nicht geht. Der letzte Versuch ihn vor 2 Tagen mit L-Thyroxin 25 zu behandeln, ging einen Tag gut, als er am darauffolgenden Tag die 2. Tablette bekam, hatte er nach ein paar Stunden wieder massive Wutausbrüche, Heißhunger, Herzrasen, er fühlte sich schlapp usw..

Wir wissen nicht mehr weiter und hoffen morgen auf ein Wunder!

LG Laurinchen69
19.03.2012 14:31 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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FT4 ist das Hormon, das Hauptsächlich von der SD hergestellt wird.
Es ist nicht direkt das stoffwchselwirksamme Hormon.
Das Wäre FT3.
Die SD schuttet FT4:FT3 im Verhältnich 10:1 her.
Die Körperzellen sind in der Lage mit Hilfe von Dejodasen FT3 aus FT4 herzustellen.

Thyroxin hat eine Halbwertszeit von ca. 8 Tagen. Ein zu hoher Thyroxinwert im Blut sollte nach 3 Tagen nicht soweit abgebaut sein, dass der FT4 Wert nun unterhalb der Norm ist.

In 8 Wochen soweit zu sinken ist schon OK.
TSH macht ja nichts anderes als der SD zu sagen, dass sie Hormone herstellen soll.
Wenn es weniger wird macht die SD auch weniger.
Da aber Hormone aus der Tablette dazu kommen sollte sich das ausgleichen.
Insgesamt etwas mehr Hormone im Blut aber die SD selbst macht weniger. So zumindest ist die Theorie.

Ist eigentlich mal FT3 bestimmt worden?

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19.03.2012 16:46 Norbert ist offline E-Mail an Norbert senden Homepage von Norbert Beiträge von Norbert suchen Nehmen Sie Norbert in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Norbert!

Nein, das fT3 ist leider nicht bestimmt worden (O-Ton der Arzthelferin: Ach, das macht man heute nicht mehr, weil es nichts aussagt). Der TG-AK sollte auch bestimmt werden, aber da das nicht mehr von der Krankenkasse gezahlt wird, hat das Labor es auch nicht gemacht. Kann aber nachgeholt werden.

Nun habe ich morgen den Termin in der Endokrinologie, das TSH ist in Ordnung, aber meinem Kind geht es nicht gut, vor allem die Psyche macht uns zu schaffen. Nun hat er die ADHS-Diagnose (die aber im nachhinein in Frage zu stellen ist, da sie unter falschen Bedingung gestellt wurde) und ich habe Angst, dass man ihn auf die Psychoschiene schiebt ohne sich das Ganze genau anzusehen. Wir würden ja auch an die Adhs "glauben", wenn wir nicht in den ersten Wochen einen Rückgang der ADHS-Symptomatik von ca. 50 bis 70 % gehabt hätten und er nicht in letzter Zeit zusätzlich zu den starken Stimmungsschwankungen und Aggressionen auch Heißhungerattacken, Kopfschmerzen, Ruhepuls z.T. von über 100, Schweißausbrüche usw. gehabt hätte.

Ich weiß echt nicht, wie ich argumentieren soll, dass man mir glaubt. Was ist, wenn man den fT4 nicht so ernst nimmt, weil er ja nur knapp unterm "soll" ist?

LG Laurinchen69
19.03.2012 17:09 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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leider war der Termin jetzt wahrscheinlich schon.
Wenn nicht,
Erzähl was war. Nimm den Laborbefund mit dem hohen TSH mit.
Nimm den aktuellen Laborbefund mit.
Schildere die Symptome die Dein Sohn hat.

Das sind Fachleute da, die nehmen das sicher nicht auf die leichte Schulter.
Ein so gutes TSH mit einem so niedrigen FT4 Wert ist nicht häufig.
Es kann natürlich sein, dass die "erst einmal beobachten" sagen, weil eben ja gerade die Dosis verändert wurde und da eventuell noch was "nachläuft"
Ich denke aber die werden auf jeden Fall etwas untersuchen.

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20.03.2012 12:36 Norbert ist offline E-Mail an Norbert senden Homepage von Norbert Beiträge von Norbert suchen Nehmen Sie Norbert in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Norbert!

Bin gerade zurück. In der Uniklinik wurde ich von der betreuenden Ärztin wirklich Ernst genommen. Mein Kinderarzt war so "nett" und hat neben der Unterfunktion auch die ADHS auf die Überweisung geschrieben.

Wie es immer so kommt, mein Sohn lag mucksmäuschenstill auf der Liege zum Ultraschall, so dass man meinen Zweifeln wenigstens Glauben schenkte. Der Prof., der das Ganze mit untersuchte, sich die Unterlagen ansah, nannte die Dosierung, die unser Kinderarzt da vornahm als "gewagt sportlich". Er hätte mit geringerer Dosis angefangen und ohne nochmalige Untersuchung und Abwarten von 6 Wochen nicht höher dosiert. Also klassische Überdosierung von L-Thyroxin. Nach was anderes sah es nicht aus. Der Ultraschall der Schilddrüse war völlig unauffällig, keine Antikörper, also kein Verdacht auf Hashi, aber es muss halbjährlich kontrolliert werden. Der geringe fT4 ist laut Prof. sowieso (nicht gerade ein liebenswertes Kerlchen, schien aber sehr erfahren und kompetent) auf das mehrtägige Absetzen der Tabletten vor der Blutuntersuchung zurück zu führen. Hoffentlich liegt er richtig.

Mein Sohn soll jetzt erst mit 25 migrogramm 6 Wochen dosiert werden und dann soll der TSH bestimmt werden und entschieden werden, wie viel man höher gehen muss. Ich hoffe........

LG Laurinchen69
20.03.2012 14:56 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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Hallo!

Melde mich mal wieder mit einer Frage zurück. 29 Tage mit 25 Mikrogramm L-Thyroxin liegen nun hinter uns und seit ca. einer Woche stabilisiert sich das Befinden unseres Sohnes wieder. Der Appetit und Verdauung sind wieder normal, Reaktionsvermögen, Koordination und die Laune wieder etwas besser, nachdem er anfänglich bei der 25er Dosierung in ein "Loch" gefallen ist und er recht weinerlich und depri war. Auch die Hyperaktivität kann ich als solches nicht mehr feststellen. Er ist kein ruhiges Kind, aber krankhaft unruhig wie früher ist er auch nicht mehr. (Find ich schon mal toll!)

Nur die Konzentration und das Gedächtnis sind immer noch sehr schlecht. Eigentlich schlechter als vor der Behandlung. Zu Beginn der Behandlung mit 50 Mikrogramm hat er tolle Schulleistungen gehabt und auch seine Hausaufgaben recht schnell erledigen können und seit dieser leidvollen Überdosierung ist seine Konzentration voll im Eimer. Die Schrift hat sich zwar wieder etwas gebessert, aber seine Leistungen in der Schule lassen extrem zu wünschen übrig. Ich komme so langsam in Erklärungsnot bei der Lehrerin.

Wie kann das sein, dass sich die Konzentration nicht zeitgleich mit dem körperlichen und seelischen Befinden bessert? Kann das an den sehr unterschiedlichen Dosierungen der letzten Monate liegen? Sozusagen, dass jetzt alles durcheinander ist im "Oberstübchen"? Seit Wochen warten wir auf Besserung aber ich sehe da nur geringe Fortschritte. Bin ich zu ungeduldig? Hat da jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG Laurinchen69
18.04.2012 13:56 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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Bei Kindern schwanken die TSH Werte sehr.
Wenn Sie frühmorgens oder nachts Blut abnehmen, dann sind die TSH Werte viel höher als wenn Sie vor oder nachmittags Blut abnehmen.

Hohe TSH Werte sind auch bei Kindern normal. Ein TSH von 8 ist nicht pathologisch.

Wenn TG-AK auch negativ ist, dann kann man eine Autoimmunerkrankung ausschließen. Es gäbe damit auch keine Indikation mehr für eine Substitutionstherapie.
18.04.2012 14:04 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
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Wobei ein Kind das ein "normales" TSH von 8 zeigt damit natürlich keine Unterfunktionssymptome zeigen sollte.

Ich denke wenn offensichtliche Unterfunktionssymptome vorhanden sind sollte auch schon bei einem TSH von 8 etwas unternommen werden.

Wann ist denn jetzt die nächste Laborkontrolle geplant?
nach 29 Tagen kann man da so langsam schon mal dran denken.

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Unterfunktionssymptome kann man nicht sehen oder riechen.
Die beschriebenen Symptome kann man nicht mit der Schilddrüsen in Verbindung bringen.

TSH basal 8,52 (0,60 - 4.84)
fT4 1,20 (0,97-1,67)


Wenn ein fT4 Wert bei 1,2 liegt, dann bedeutet das, daß die Schilddrüse selber genug produzieren kann. Die Einstellung läuft sonst über das TSH.
Mit einer Substitutionstherapie hat man das Kind nur in eine Überdosierung gebracht mit dementsprechend typischen Überdosierungserscheinungen.

"Er lief förmlich Amok. Er war so übererregt, dass er sich kaum noch beruhigen konnte. Stundenlanges Weinen (ohne wirklichen Grund), so dass ich zeitweise überlegte ihn ins nächste Krankenhaus zu bringen. Auch Heißhunger, Herzschmerzen, hochroter Kopf und starke Aggression waren mit von der Partie. Wir mussten das L-thyroxin absetzen. "

Eine Dosis von 25 µg/die ist auch völlig sinnfrei. Das sorgt nur dafür, daß die Schilddrüse kleiner bleibt.
18.04.2012 14:49 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Gepard!

Na, dann habe ich mir die Reaktionsverlangsamung, die undeutliche Aussprache, die große Zunge, der offene Mund, die schlechte Koordination, das schlechte Gedächtnis, die schlechte Laune, die Panikattacken, die Verstopfung, den schlechten Appetit, das geringe Wachstum in der letzten Zeit usw. wohl alles nur eingebildet. Ebenso, dass mein Sohn nach Einnahme von L-Thyroxin 50 auf einmal nach recht kurzer Zeit diese Symptome z. T. überhaupt nicht mehr zeigte, sondern fröhlich, ausgeglichen und konzentriert war.

Vielen Dank nochmal für Aufklärung.

Hallo Norbert!

Die nächste Blutabnahme soll in 2 Wochen stattfinden. Ich denke wohl, dass die Dosierung zu niedrig ist, aber wenigstens hatten wir keine keine Überdosierungs-Nebenwirkungen. Die eigentliche Dosierung sollte laut Prof. der Uniklinik bei 37,5 oder 50 liegen, allerdings nur nach TSH-Messung. Die 25 bekam er nur wegen der Überdosierungserscheinungen und weil ich es so wollte. Ebenso werden beim nächsten Labor alle AK-Werte gemacht. Darauf werde ich bestehen. Für die Kosten werde ich dann wohl aufkommen müssen - ist mir aber egal.

LG Laurinchen69
18.04.2012 15:04 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Laurinchen69
Hallo Gepard!

Na, dann habe ich mir die Reaktionsverlangsamung, die undeutliche Aussprache, die große Zunge, der offene Mund, die schlechte Koordination, das schlechte Gedächtnis, die schlechte Laune, die Panikattacken, die Verstopfung, den schlechten Appetit, das geringe Wachstum in der letzten Zeit usw. wohl alles nur eingebildet. Ebenso, dass mein Sohn nach Einnahme von L-Thyroxin 50 auf einmal nach recht kurzer Zeit diese Symptome z. T. überhaupt nicht mehr zeigte, sondern fröhlich, ausgeglichen und konzentriert war.

Vielen Dank nochmal für Aufklärung.


Ich bestreite die Symptome nicht, sondern nur die Verbindung mit der Schilddrüse.
Undeutliche Aussprache, der offene Mund, die große Zunge kann z.B. nicht mit der Schilddrüse etwas zu tun haben.
18.04.2012 15:23 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
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Stimmt, die drei Symptome passen nicht dazu.
Der Rest aber schon.

Ich habe also zwei Möglichkeiten.
Es gibt eine "Erkrankung" auf die alles passt.
Dann muss ich versuchen die nachzuweisen.
Wenn es das dann nicht ist, muss ich davon ausgehen, dass der Patient im übertragenen Sinn Läuse und Flöhe gleichzeitig hat.

Es soll ja schon vorgekommen sein, dass Patienten mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben.

Und wenn sich die Symptomatik durch die Hormongabe bessert muss es da doch einen Zusammenhang geben.

Nehmen wir die Verstopfung
Nach Aussage von Gepard sind 25 µg sinnlos. Das TSH wird entsprechend runter geregelt und im Körper sind genau so viele Hormone wie vorher.
Wenn sich also nichts ändert warum ist dann das Problem mit der Verstopfung weg?

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Norbert

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Themenstarter Thema begonnen von Laurinchen69
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Hallo!

Warum haben dann Kinder mit Kretinismus (ich will damit nicht behaupten, dass mein Sohn unter Kretinismus leidet oder gelitten hat!) einen offenen stehenden Mund, u.a. eine verzögerte Sprachentwicklung und eine zu große Zunge?

Außerdem haben wir eine Bekannte, die nach der vollständigen Entfernung der Schilddrüse wegen Morbus Basedow irgendwann sich mal die Praxisgebühr ersparen wollte und ihre Hormone nicht mehr nahm. Dies wusste aber niemand und jeder, der sie kannte, dachte wegen ihrer undeutlichen und langsamen Aussprache und ihren Wortfindungsstörungen, dass sie an der Flasche hing. Durch eine zufällige Untersuchung kam dann die Unterfunktion heraus und sie musste stationär auf die Hormone wieder eingestellt werden. Nach ein paar Wochen redete sie wieder normal. Mein Sohn redete vor der Hormoneinnahme sehr ähnlich, so als wenn er einen Fremdkörper im Mund gehabt hätte.

Möglicherweise hat mein Sohn eben nicht nur die Schilddrüsenunterfunktion, sondern auch die ADHS - das wissen wir ja nicht. Die Symptome können sich sehr ähneln. Das Problem ist nur, dass man ihn nicht auf ADHS-Medikamente einstellen kann, wenn er nicht vernünftig auf Schilddrüsenhormone eingestellt ist.

Außerdem, wenn der TSH bei Kindern so enorm schwanken kann, dann könnte es ja genauso möglich sein, dass man vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt einen wesentlich höheren TSH-Wert gemessen hätte.

LG Laurinchen69
18.04.2012 17:24 Laurinchen69 ist offline E-Mail an Laurinchen69 senden Beiträge von Laurinchen69 suchen Nehmen Sie Laurinchen69 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Norbert
Stimmt, die drei Symptome passen nicht dazu.
Der Rest aber schon.

Nehmen wir die Verstopfung
Nach Aussage von Gepard sind 25 µg sinnlos. Das TSH wird entsprechend runter geregelt und im Körper sind genau so viele Hormone wie vorher.
Wenn sich also nichts ändert warum ist dann das Problem mit der Verstopfung weg?


Der Rest muß auch nicht dazu passen. Ihr könnt nicht irgendwelche Symptome mit der Schilddrüsenfunktion erklären.

Es heißt meistens, daß z.B. bei einer Gewichtszunahme eine Hypothyreose besteht. Ich habe schon mit einer eindeutigen Hypothyreose auch schlanke Menschen gesehen. Auch diese Frau mit TSH 480 war schlank und nicht übergewichtig. Wenn das so einfach wäre dann würde man jeden Menschen gleich Schilddrüsenhormone geben und in der Gesellschaft gäbe es keine adipösen Menschen mehr. Ist das wirklich so eindeutig und einfach?

Verstopfung kann viele Gründe haben. Die Schilddrüsenfunktion hat kaum einen Einfluß auf die Verdauung. Auch diese Dame mit dem hohen TSH hatte z.B. keine Verstopfung gehabt. Wir beobachten auch die Pat., die zur Radioiodtherapie kommen und in einer gesicherten Hypothyreose ihre Kapsel bekommen. Bei diesen Patienten entstehen auch nicht gleich bei Allen eine Verstopfung, wenn sie ihre Tabletten absetzen. Das sind auch Menschen, die ganz sicher eine Unterfunktion haben und zwar mit einem TSH von mindestens > 30. Wenn es irgendwelche Symptome geben würde, die bei Jedem immer reproduzierbar sind, dann könnte man sich auch danach orientieren. Aber sowas gibt es nicht. Jeder reagiert anders.

Wenn man von Kretinismus redet, dann müssen Sie schonmal mit einem TSH von > 20 und deutlich reduzierten freien peripheren Werten rechnen. Sowas kommt für Ihr Kind überhaupt nicht infrage.

Die Einstellung der Schilddrüsenhormone wird vom Gehirn kontrolliert. Mit dem TSH regelt und bestimmt durch Hypothalamus und Hypophyse das Gehirn wieviele Schilddrüsenhormone produziert werden.

Sagen wir mal der Körper braucht 100 Einheiten.
Sie geben als Tablette 25. Fehlen dem Körper also noch 75.
Dann stellt das Gehirn das TSH so ein, daß die Schilddrüse den Rest mit 75 produziert. TSH ist natürlich nicht mehr so hoch wie vorher.

Wenn sie 50 geben dann geht das TSH noch runter und die Schilddrüse produziert nur noch 50.

Wenn sie nichts geben dann geht das TSH so hoch, daß die Schilddrüse die 100 selber produziert.
Egal was sie geben das Gehirn mit Hypothalamus, Hypophyse, TSH und mit der Hormonproduktion der Schilddrüse legt fest wieviele Schilddrüsenhormone sich im Blut aufhalten sollen.

Sie können den thyreothopen Regelkreis nicht reinlegen, bestechen oder ausschalten. Eine niedrig dosierte Therapie ist keine Therapie, weil die Menge der Schilddrüsenhormone im Blut sich damit nicht verändert.

"Außerdem, wenn der TSH bei Kindern so enorm schwanken kann, dann könnte es ja genauso möglich sein, dass man vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt einen wesentlich höheren TSH-Wert gemessen hätte. "

Man hat den Tageszyklus des TSH schon genau studiert. Man kann schon vorher ahnen, wie sich das TSH während des Tages verändert und daß die Schwankungen bei Kindern deutlich ausgeprägter sind als bei Erwachsenen.

www.thyroid.de.com
Auf der ersten Seite in Deutsch ist eine Präsentation in power point mit Graphiken. Da können Sie sich das auch gerne selber anschauen.
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Natürlich jeder Mensch ist anders.
Und ich selbst hatte bei enem TSH von 30 vermutlich auch noch keine Beschwerden, die ich einem Arzt geschildert hätte.
Diagnosestellung war bei einem TSH von 41 und dabei hatte ich auch noch FT Werte innerhalb der Norm.

Ich weiß aber auch, dass andere bei gleichem TSH wert schon deutlichste Unterfunktionssymptome zeigten UND FT Werte hatte, die unterhalb der Norm sind.
Aber darum geht es nicht.

Ich habe hier auch nur die Verstopfung als Symptom heraus gepickt weil Laurinchen eben über Verstopfung redet.

Ich weiß, was Verstopfung heißen kann.
Schließlich habe ich eine Tochter, die 5 Jahre lang alle drei Tage einen Klistier bekam, weil sie vor Schmerzen schrie, aber nicht ausscheiden konnte.
Von Seiten der Ärzteschaft gab es nur Schulterzucken. Hängt halt mit der Behinderung zusammen.
Dann bekam sie bei hochnormalem TSH Jod. Und auf einmal war die Verstopfung weg.
nach ca 4 Wochen war sie wieder da.
Also doch kein Zusammenhang?
Nur Zufall?
Wohl kaum, denn bei der nächsten Laborkontrolle stellte sich heraus dass das TSH nicht mehr Hochnormal sondern über der Norm lag.
Umstellung auf Thyroxin und seit dem klappt das mit dem Stuhlgang auch.
Nicht dass sie nun gar keine Verstopfung mehr hat.
Aber es ist genau so oft wie bei jedem anderen Kind.
Und meist geht es selbst dann noch ohne Klistier

Bisher konnte mir keiner erklären warum das TSH anstieg.
Aufgrund der Anfänglich guten Reaktion kann es kein Wolff-Chaikow Effekt gewesen sein. Außerdem hält der keine 6 Wochen an.

Wenn die Gabe von 25µg keinen Unterschied macht weil das durch die Regelmechanismen einfach wegkompensiert wird, wie erklärt es sich dann, dass Symptome, die wie Sie sagen, nicht durch einen Hormonmangel bedingt sind sich bessern?

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Sehr geehrter Herr Kollege Gepard,

zwischen 08.00 Uhr und 20.00 Uhr ist der TSH-Spiegel ziemlich konstant. Erst nach 20.00 Uhr steigt der TSH-Spiegel an und fällt bis morgens 08.00 Uhr wieder komplett ab.

Da Blutabnahmen zwischen 08.00 Uhr und 14.00 Uhr erfolgen, ist folglich nicht mit wesentliche Hormonschwankungen zu rechnen.

Die Halbwertszeit des TSH von 50 Minuten hat meines Erachtens auch nichts mit der Reaktion der Hypophyse auf eine betimmte fT3- oder gar fT4-Änderung zu tun.

Beispiel:
Wenn man Menschen unter Novothyral beobachtet und im weiteren Verlauf unter L-Thyroxin kontrolliert, merkt man, welchen enormen Einfluss das im Novothyral enthaltene T3 auf dii Hypophyse hat. Selbst wenn man Novothyral am Untersuchungstag nicht einnimmt, erinnert sich die Hypophyse noch am nächsten, übernächsten und überübernächsten Tag mit großem Schrecken an den Morgen der Novothyraleinnahme und schüttet weiter nur sehr wenig TSH aus.

Einfach testen! Sie werden es bestätigen können.

Daher messen wir ja nach Umstellung der Hormone den TSH-Wert auch erst nach 4-6 Wochen. Würde sich die Halbwertszeit von TSH wirklich so schnell auf den TSH-Speigel auswirken wie Sie sagen, so könnten wir TSH ja schon gleich am nächsten Tag kontrollieren. Also wo ist die Logik?

Und wenn der TSH-Spiegel wirklich so enorm schwanken würde, dann könnten wir unseren Patienten auch gleich raten, die Hormone nach Lust und Gefühl einzunehmen. Das wäre dann wohl präziser. Aber das ist natürlich Unsinn!

Wenn das TSH wirklich so sehr schwanken würde, hätten wir auch keine Kriterien für irgendeine Diagnose oder Dosisempfehlung. Alles wäre offen und beliebig. Zum Glück ist das aber nicht so.

Mit freundlichen Grüßen

W.B.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arzt am 19.04.2012 14:52.

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Es ist halt so wie mit den Schmerzen.
Jeder empfindet sie anders.
Wenn ich Kopfweh hab, dann rann an die nächste Tablette.
Mein Mann braucht da gar nix.

Einer merkt eine TSH-erhöhung gleich
der andere nicht.

Ein Beispiel:
Gestern wurde ich von einer Ärztin, bei der SD-Untersuchung gefragt,
wie es mir geht?
Hm, was trifft denn auf die SD zu?
Ich habe Kopfweh, ein Knödl im Hals, Herzpumpern und dadurch etws zittrig,
mir ist kalt aber es ist doch warm,....

Könnte die SD sein aber wenn ich nervös bin
bin ich verspannt und habe dadurch Kopfweh,
Herzpumpern und zittern und mir ist kalt.....

Noja, keine Ahnung wie es mir geht? Geht es mir wegen der SD so oder bin ich nur nervös???

Also Blutabnehmen und wenn die WErte nicht passen wird erhöht
Und was ist wenn die WErte passen????
Na dann schau ma mal....

Ich glaube es bleibt uns nichts anderes übrig als "herum zu probieren" bis es passt
Denn keiner kann in die Zukunft schauen und sagen:
Nimm eine/oder keine Tablette und es wird besser!
Da helfen auch keine Statistiken

Liebe Grüße
Jessy

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