Schilddrüsenbundesverband für Kinder und Erwachsene - Die Schmetterlinge e. V.  

Die Schmetterlinge e. V.    
Schilddrüsenbundesverband    

Die Schmetterlinge e. V. - Schilddrüsenbundesverband

   Selbsthilfeorganisation
   für Kinder und Erwachsene
   mit Schilddrüsenerkrankungen

öffnet sich im neuen Fenster
20 Jahre Schilddrüsenbundesverband
Schilddrüsenbundesverband - Die Schmetterlinge e. V.Erwachsenesonstige Schilddrüsenerkrankungen (Erwachsene)Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen???? • Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (2): [1] 2 nächste • Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen????  
Autor
Beitrag Vorheriges Thema | Nächstes Thema
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen???? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebes Forum

IST:
Zustand nach Teilresektion der Schilddrüse und post-operativer Hypothyreose.
Gut subsitutiert mit 75 müg L-Thyroxin. bei einem TSH Wert etwa 1,7 - 1,9 (bei Sollwert ?-4)

Allerdings - der TSH-Wert ist langsam, ganz langsam von etwa anfangs eingestellt auf 2,4 immer ein wenig geringer geworden bei konstant 75 müg Thyroxin-Substitution, so kam ich auf die Idee, die ich hier vorstelle.

Weil noch die halbe Schilddrüse da ist, meine Frage:
ist es medizinisch denkbar, die Dosis L-Thyroxin sehr, sehr langsam zu reduzieren? Sozusagen auszuschleichen?
Die (verbliebene halbe) Rest-Schilddrüse könnte theoretisch ja einen fast physiologischen Anreiz erhalten, reaktiv oder kompensatorisch zu wachsen und die Versorgung mit Schilddrüsenhormone wieder selber übernehmen.
Dies vor dem Hintergrund meiner eher zierlichen halben Schilddrüse von wenigen Millilitern, die zu grösserer Grösse (nach-)gewachsen, immer noch nicht „zu gross“ wäre.

SOLL:
Das Ziel wäre, ohne (lebensnotwendige!) Medikamente auszukommen.


Worüber ich nachdenke, ist:

- wie gross dürfen die Schritte bei der Dosisreduktion sein?
- wie langsam/schnell darf die nächste Dosis-Reduktion darauf folgen?
- wie kontrolliert man zweckmässig, dass alles nach Wunsch läuft?
Das Volumen-Messen im Ultraschall soll nicht sehr genau sein, dann blieben also die Blutwerte - dann wieder alle 6 Wochen wie beim Einschleichen/Einstellen in der postoperativen Phase, oder anders?
- wie viel Volumen pro Zeitraum kann ein funktionierende Schilddrüse denn maximal wachsen, (also wieviel ml in wieviel Monaten)?
Selbst wenn es zum Vergleichen des Wachstums nur eine (normalerweise unerwünschte) Struma wäre, damit man irgendeinen noch so theoretischen Anhalt zum Zeitbedarf ableiten kann?
(- und ob der Arzt mir gleich wieder kopfschüttelnd wegschickt?)


Was ich an Information habe:
Von der unfreiwilligen Austestung, wenn das L-Thyroxin nicht nüchtern genommen werden konnte, weiss ich, dass 15müg Schritte zu gross sind.
(Diese Erfahrung kurz so zusammengefasst: die L-Thyroxin-Aufnahme wird um bis zu 20% reduziert, wenn man seine Tablette nicht nüchtern einnimmt. 20% weniger bei 75müg entsprechen 15müg weniger pro Tag. Und diese (vermutlich, also „bis zu“) 15müg weniger habe ich nach wenigen Tagen dann „gespürt“.)


Von der Tablettengrösse auf dem CH-Markt bzw. deren Teilbarkeit her stehen zur Verfügung:
- als kleinste Euthyrox Tablette à 25müg, die geviertelt je 6,25 müg L-Thyroxin entsprechen.
- als kleinste TIROSINT Kaps 13 müg (Weichgelatinekapseln), geviertelt je 3,125müg L-Thyroxin, mit Tablettenteiler geteilt ist machbar.
(- subjektiv nicht sympatisch ist mir die Vorstellung wechselnde Mengen zu nehmen, z.B. 50 und 50+13=63 mcg. Das ist einfach eine persönliche Abneigung, denn bei der langen biologischen Halbwertszeit T(1/2)=8 Tage sollte das theoretisch kaum etwas ausmachen. Oder kennt jemand einen Hinweis, dass das kleine Auf und Ab am Ende den "besseren, erfolgreicheren" Wachstumsreiz erzeugen könnte...?)

MINIMAL-Szenario 1,
bei Anfangsdosis
75müg
und einer Dosis-Reduktion
alle 1 Woche um 6,25 müg (entsprechend einer 1/4 Tablette von 25müg)
Ergibt 17 stufenweise niedrigere Dosis-Stufen, theoretisch ist man in 17 Wochen bei Stufe Null.
Das wäre zu schön.
Denn ich halte es nicht für realistisch, dass die halbe Schilddrüse in so kurzer Zeit so viel funktionelles Gewebe bilden kann.

MIDI-Szenario 2,
bei Anfangsdosis von 75müg und einer Dosis-Reduktion alle 6 Wochen um 3,125müg (entsprechend 1/4 der Tirosint-Gelatine-Kapsel)
Ergibt 26 stufenweise niedrigere Dosisstufen und einen Zeitbedarf von 26 x 6 Wochen. Man wäre innerlhalb 156 Wochen bei Null, das wären dann etwa 3 Jahre.

MAXI-Szenario 3,
bei Anfangsdaosis von 75müg und einer DosisReduktion alle 3 Monate um 3,125müg (entsprechend 1/4 der Tirosint-Gelatine-Kapsel)
(...) Zeitbedarf wäre etwa 6 Jahre, bis zur Stufe Null.


FRAGE:
Wer hat - neben einer persönlichen Meinung - möglichst objektive Information beizutragen?
Ist so etwas überhaupt schon einmal versucht worden?
Und wenn nicht, gibt es vielleicht klinische Situationen, die teilweise vergleichbar wären, aus denen sich Erwartungswerte extrapolieren liessen, insbesondere zum Zeitbedarf?


Vielen Dank für das Lesen und die guten Gedanken und Beiträge...!

Freundliche Grüsse vom Züriseestern *

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 26.05.2014 15:00.

26.05.2014 14:29 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
RE: Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen???? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Mögliche Abfolge - in 17 Schritten
Anfangsdosis 75müg
Reduktion in Viertelschritten/Viertel-Tabletten(-Kapseln) von 25müg
also z.B. 50 + 3/4 Tablette à 25 müg,oder später in Viertel-Teilen von 13 müg
und so weiter

Step____________75_____plusTeile von 25 oder 13 müg Tablette________Dosis
1______________50_____+ 1__________________________________75
2______________50_____+ 3/4________________________________68,75
3______________50_____+ 2/4_________________________________62,5
4______________50_____+ 1/4_________________________________56,25
5______________50_____+ 0/4_________________________________50
6______________25_____+ 3/4_________________________________43,75
7______________25_____+ 2/4_________________________________37.5
8______________25_____+ 1/4_________________________________31,25
9______________25_____+ 0/4_________________________________25
_____oder______13_____+ 4/4 von 13___________________________26
10_____________13_____+ 3/4_________________________________22,75
11_____________13_____+ 2/4_________________________________19,5
12_____________13_____+ 1/4_________________________________16,25
13_____________13_____+ 0___________________________________13
14_____________13______3/4__________________________________9,75
15_____________13______2/4__________________________________6,5
16_____________13______1/4__________________________________3,25
17______________0______0____________________________________0

(Puh, das war mühsam, aber jetzt zerlegt es die tabellarwsidhze Aufstellung nicht mehr...)

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 26.05.2014 14:58.

26.05.2014 14:58 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
pewu   Zeige pewu auf Karte pewu ist weiblich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 24.08.2004
Beiträge: 122
Alter: 59
Herkunft: Ehlscheid, Rhld.-Pfalz
Eigene Schilddrüsenerkrankung: Hashimoto
Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 10.10.1995

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Warum ist Deine Schilddrüse operiert worden?
Und was hast Du gegen das L-Thyroxin?

Mir scheint Deine Überlegung zu "technisch" zu sein. Erst einmal ist ein Mensch kein Messbecher. Sprich: nicht immer kommt unten das an, was Du oben rein schüttest.

Dann: aus irgendeinem Grund ist ein Stück der Schilddrüse entfernt worden. Wenn ich jetzt einfach mal annehme, dass der Grund Knoten waren, ist es vielleicht nicht so günstig, die SD wieder wachsen zu lassen, neue Knoten zu produzieren und sich wieder unters Messer zu legen. Oder?


Ich wär froh, dass das problembehaftete Gewebe entfernt ist und würde meine Tablette nehmen. Ehrlich. Die Einstellung ist so viel einfacher und lässt sich ja gut überwachen.

Alles Gute!
26.05.2014 15:47 pewu ist offline E-Mail an pewu senden Beiträge von pewu suchen Nehmen Sie pewu in Ihre Freundesliste auf
maskotti maskotti ist weiblich
Vielschreiber


images/avatars/avatar-68.gif

Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 01.03.2009
Beiträge: 503
Alter: 56
Herkunft: bayern
Eigene Schilddrüsenerkrankung: ohne SD nach OP

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo züriseestern,

eine sehr gute mathematische Überlegung von Dir, jedoch ob es aufgeht ist so eine Sache des Wohlbefindens die Du ja schon selber festgestellt hast.
Wieso wurde bei Dir die halbe SD entfernt? Wegen welcher Knoten??
Einerseits wäre es auch möglich, wenn die SD das Arbeitspensum durch die Verringerung der Tablette es nicht schafft, autonome Bezirke sich bilden können, das alleinige vergrößern der Schilddrüsenzellen ist nicht der absolute Garant dafür.
Eine ausreichende Jodzufuhr oder zumindest Jodtabletten sollte dann dieses unterstützen.

Ob es schon mal versucht worden ist habe ich noch nicht gelesen, eigentlich vermeidet jeder Unterfunktionssymtome und eine Studie so glaube ich wirst Du darüber nicht finden.

Zitat:
wie kontrolliert man zweckmässig, dass alles nach Wunsch läuft? Das Volumen-Messen im Ultraschall soll nicht sehr genau

Durch die Blutwerte TSH, ft 4 sowie ft 3, zumeist ist die Kontrolle nach einer Dosisänderung 8-12 Wochen geben den Stand der Hormonlage.
Das Sono ist bei ein-und demselben Arzt meistens identisch, nur so ganz mm genaues Wachstum, wie Du es Dir erwünscht?? -ich weiß nicht so am Kopf kratzen

Was ist aber eigentlich die Überlegung von Dir, einerseits das Wohlbefinden bei der jetzigen Einstellung zu ändern? Planst Du dabei aber auch den hin-und wieder Mehrbedarf ein, bei dem die Umwandlung durch Krankheiten, Stress oder sonstiges durcheinander wirbelt?

gruß maskotti
26.05.2014 15:47 maskotti ist offline E-Mail an maskotti senden Beiträge von maskotti suchen Nehmen Sie maskotti in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Pewu

Indikation für OP:
neu aufgetretener Knoten ohne Wachstumstillstand, bei Beobachtung über 2 Jahre
Zunächst keine Substitution, in der Hoffnung die halbe SD könne doch noch auch "Ganzes" leisten.
Dann innert 7 Wochen postoperativ sehr schnell ansteigende subjektive Beschwerden und deutliche Myxödeme bei einem TSH Wert von "nur" etwa 4.
Also doch Substitution, mit in der Anfangsphase markante BD-Steigerung von immer um 120 auf gut 160 systolisch, und Tachykardie, das war nicht schön.

Lieber Pewu
dass jemand antwortet: "Für dieses Thema würde ich mich an Deiner Stelle aber erst gar nicht interessieren." - damit habe ich rechnen müssen. Deine Einstellung ist ebenfalls legitim, aber ich für mich stelle mir die Frage nun einmal.
Und möchte der Frage mit der Hilfe des Forums gerne nachgehen.


Warum nicht einen Effekt gezielt therapeutisch ausnutzen wollen, wenn er ohnehin ungerichtet sporadisch auftritt und das mit etwas Glück sogar mit vertretbarem Aufwand möglich ist?
Denn was für einen Aufwand es bedeutet und ob vertretbar, das versuche ich ja eben hier und jetzt auszuloten!

Ohne Medikament zu leben, wenn es möglich ist, halte ich für eine attraktive Vorstellung.
Sei es, damit man auch ohne Kulturbeutel an einen Kurzbesuch einen zweiten Tag anhängen kann, oder, wenn man in einem entlegenen Tal nach Lawinenabgang von der Versorgung abgeschnitten ist, die dann selbstredend nicht funktioneriende Heizung besser überlebt (ü-b-e-r-l-e-b-t).
Von den besseren Optionen im Angesicht eines unfreiwilligen Bürgerkriegs oder im freiwilligen Amazonas-Trekking ganz zu schweigen.


Meine Überlegung ausgelöst hat ja die Beobachtung, dass der TSH-Wert ohnehin ganz leicht, ganz stetig zu sinken scheint.

Also: es sinkt der TSH-Wert mit der Zeit ganz leicht und stetig - etwa weil eigentlich die Schidldrüse in der Lage wäre, einen grösseren Anteil des Bedarf wieder selber zu decken?
Und nehme ich jetzt schon einen Teil der Thyroxin-Dosis ohne zwingenden Grund, weil einige der microgramm Thyroxin das körpereigene Thyroxin lediglich ersetzen, also meine Rest-Schilddrüse einfach in die Pause schicken, mit dem sichtbaren Effekt des sinkenden TSH-Wertes?

Weil hier im Forum so gute Kommentare stehen, habe ich als Differential-Diagnose schon herausfiltern können:
der TSH-Wert kann in meinem Fall auch deswegen gesunken sein, weil die körperliche Aktivität gesunken ist und weniger SD-Hormone vom Körper benötigt werden. Denn trotz Physiotherapie machen Schmerzen so etwas, weniger körperliche Aktivität eben (wobei: Schmerzen unabhängig von der SD, das nur am Rande).


Lieber Maskotti
Das ist ja eben die spannende Frage, ob es so eine minime Dosis-Reduktion geben kann, dass die Schilddrüse zwar angeregt wird, mehr SD-Hormone und mehr Drüsengewebe zu bilden, jedoch ohne in Überlast zu gehen und gleich wieder Knoten zu bilden. Und bitte: auch ohne (klinische) Unterfunktions-Symptome zu verursachen.
Die Jodversorgung ist sichergestellt, bewusst ohne grosse Exzesse (Sushi... ;-).

Das mit dem Stress und den schwankenden Bedarf ist ein sehr, sehr guter Hinweis. Unbewusst haoffe ich eben, mit Produktion aus eigener Schilddrüse und eigenm Regelkreis dann einen sich ändernden Bedarf besser regulieren zu können.
Besser eben, als wie aktuell mit Tabletten und einer - in meiner Vorstellung - satt-und-schläfrig-gewordenen Schilddrüse, die wegen der Tabletten immer halb im Urlaub ist.

Danke also für den Hinweis auf Stress und weitere Gründe für einen unteschiedlichen Bedarf. Bei mir könnte es konkret so sein, dass ein Teil der latenten Unzufriedenheit mit dem Status quo zwar durchaus mit den Schilddrüsenhormonen zu tun hat (die Symptome sind schon eindeutig aus der Ecke, leider)
Aber es muss ja gar nicht von bei der körpereigenen Produktion oder medikamentösen Substitution im engeren Sinne ausgehen! Sondern es kann die Ursache im allgemeinen Gesundheitszustand haben:

Liege ich richtig, dass Bewegungsarmut eher einen niedrigeren Bedarf und eine low grade infection eher einen höheren Bedarf auslösen? Je nach Tagesform könnte das die mal-so-mal-so-Symptome, die einfach schwankend da sind, sehr gut erklären.
Also ausdrücklich Danke für den Denkanstoss!!!!!


Nur weiter so, dieses Forum ist wirklich wikrlich gut, merci vielmals dafür, dass es Euch, naja, dass es *uns* gibt ...;-)

Züriseestern *

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 26.05.2014 16:45.

26.05.2014 16:45 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Gepard Gepard ist männlich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 19.07.2011
Beiträge: 844
Alter: 52
Herkunft: Baden Württemberg

RE: Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen???? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Züriseestern
Weil noch die halbe Schilddrüse da ist, meine Frage:
ist es medizinisch denkbar, die Dosis L-Thyroxin sehr, sehr langsam zu reduzieren? Sozusagen auszuschleichen?
Die (verbliebene halbe) Rest-Schilddrüse könnte theoretisch ja einen fast physiologischen Anreiz erhalten, reaktiv oder kompensatorisch zu wachsen und die Versorgung mit Schilddrüsenhormone wieder selber übernehmen.
Dies vor dem Hintergrund meiner eher zierlichen halben Schilddrüse von wenigen Millilitern, die zu grösserer Grösse (nach-)gewachsen, immer noch nicht „zu gross“ wäre.

SOLL:
Das Ziel wäre, ohne (lebensnotwendige!) Medikamente auszukommen.

FRAGE:
Wer hat - neben einer persönlichen Meinung - möglichst objektive Information beizutragen?
Ist so etwas überhaupt schon einmal versucht worden?
Und wenn nicht, gibt es vielleicht klinische Situationen, die teilweise vergleichbar wären, aus denen sich Erwartungswerte extrapolieren liessen, insbesondere zum Zeitbedarf?


Vielen Dank für das Lesen und die guten Gedanken und Beiträge...!

Freundliche Grüsse vom Züriseestern *


Natürlich ist es möglich die Substitutiion abzusetzen. Ich fange erst gar nicht an mit der Substitutionstherapie, weil die andere Hälfte dadurch wächst. Man hätte erst gar nicht damit anfangen brauchen. Es kann auch nicht zu einer Unterfunktion kommen, weil der TSH die Restschilddrüse so weit stimuliert, daß der Bedarf ausgeglichen werden kann. Wenn Sie die Tabletten absetzen, müssen Sie nur auf die fT3 und fT4 Werte achten. Sie werden sehen, daß diese Werte im Normbereich bleiben. Das ist nur wichtig und nicht der TSH.

Objektive Information wäre bei allen Patienten, die eine Hemithyreoidektomie bekommen, leite ich niemals eine Substitutionstherapie ein und sie bleiben immer in einer Euthyreose. Das ist genauso wie bei Nieren. Wenn eine Niere verloren geht, kann die andere Niere die Aufgabe übernehmen und die Leistung verbessern. Deswegen möchte ich ja das immer ein gesundes Restgewebe nach der OP bleibt, damit es nachwachsen kann und selber die Hormonproduktion übernimmt.

Wichtig ist nur die gute Jodversorgung damit zuerst nicht noch einmal Knoten sich entwickeln und die verbliebene Hälfte nicht pathologisch oder unkontrolliert wächst.

PS. Hier gibt es nur eine Ausnahme. Es sei denn Sie haben eine Hashimoto Thyreoiditis. In diesem Fall könnte man die Substitution nicht absetzen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gepard am 26.05.2014 20:30.

26.05.2014 20:30 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Gepard

Danke für die Antwort - ich habe nur ein Problem zum Verständnis, denn de facto bin ich damals klinisch eben doch in die Hypothyreose gerutscht.
Die Abläufe damals versuche ich nachträglich mir erklären zu können.
So eine Hypothyreose ist eine Erfahrung, die ich nicht wiederholen möchte und der Grund, weshalb ich hier und heute so akribisch überlege...

Dass ich mir ein Bild meiner Situation damals machen kann, ist irgendwie auch eine der Voraussetzungen, dass ich eigene Behandlungs-Szenarien zum Ausschleichen der Thyroxin-Substitution entwickeln "darf", dass ich das Selbstbewusstsein dazu überhaupt aufbringe.
Ich möchte ja nicht schlauer sein als die behandelnden Ärzte oder das Rad neu erfinden.
Wenn aber die Puzzle-Teile auch sonst gut zu einander passen täten, dann würde ich mir zutrauen, auch sonst weiter mitdenken zu können.

Und mir die optimale post-operative Variante, nach einer Teil-Resektion der Schilddrüse dennoch ohne Thyroxin-Substitution auskommen zu können, zwar mit grosser Zeitverzögerung und zudem auf die mühsame, langwierige Art und Weise, aber schliesslich doch noch erarbeiten zu können.

------
Zum Hintergrund noch:

fT3- und fT4-Werte wurden nur im Zeitraum bei der Erstdiagnose, aber nicht postoperativ bestimmt.
Das fand ich damals ganz o.k, weil mir das für die postoperative Phase auch so angekündigt worden war.

Die "SD-Antikörper" sind bisher negativ gewesen.
(Sie sind schon sorgfältig bestimmt worden, wie ich es aus den anderen Posts her kenne, wenn das OK der erfahrenen Schreiber hier dazu kommt, aber ich habe das Labor- Blatt aber nicht zur Hand, es ist auch schon Jahre her.)
Sie wurden einmal, bei der Erstdiagnose des Knotens, bestimmt und waren negativ. Wenn ich jetzt nicht doppeltes Pech habe, dann habe ich wirklich keine Hashimoto-Thyreoditis, auch keine sero-negative „Doch-eine-Hashimoto-Thyreoditis-nur-ohne-auffällige-Labor-Parameter“.
Dafür habe ich aber keine andere Begründung als ein "ich-werde-doch-nicht-jedes-Mal-Pech-haben-oder?"
Das nehme ich jetzt mal als Grundlage für die weitere Überlegung, dass ich keine Auto-Immun-Thyreoditis habe.

Kann mit ein Grund für die "plötzlich einsetzende und klinisch deutliche Hypothyreose 7 Wochen postoperativ, bei einem TSH-Wert von nur 4 (Sollwert?-4)" damals der deutliche Eisenmangel gewesen sein?
(Konkret: ein sehr tiefer Ferritin-Wert, dazu klinische Eisenmangel/Anämie-Zeichen, aber es wurde kein kleines Blutbild gemacht, denn terminiert war ja nur die postoperative SD-Kontrolle per TSH-Wert, dazu der Ferritin-Wert in Eigeninitiative, weil ich den bei jeder BE mitlaufen lasse, wegen chronisch tiefer Ferritin-Werte aus anderer Diagnose heraus).

Bei der Entscheidung zur operativen Teil-Resektion der Schilddrüse ist der Arzt - wie ich - ja primär davon ausgegangen, dass es durchaus sein kann, dass die halbe Rest-Schilddrüse post-operativ lernen kann, die ganze Drüsenfunktion zu übernehmen.
Es ist dann einfach anders gelaufen als gehofft.

Der sonst wirklich sehr konservativ eingestellte Arzt hatte damals Erbarmen mit mir als Kreatur und hat den sehr tiefen Ferritin-Wert per Fe-Infusion korrigiert, obwohl er sehr grundsätzlich sonst gegen Fe-Infusionen ist.
Das hat auch geholfen, und zwar innert einiger Tage statt nur langsam innert vieler Wochen bei oraler Fe-Substitution.
(Ich bin keine Verfechterin von Fe-Infusion, nehme vorher und seither ebenso brav wie erfolgreich orale Eisen-Präparate. Aber damals war die schnelle Hilfe via Fe-Infusion wirklich eine Hilfe, an die ich mich gerne und dankbar erinnere.)

Dazu würde passen, dass ich damals nach doppelter Abhilfe - sicher gut gemeint, denn es hat einen deutlichen Leidensdruck gegeben, angesichts meines schlechten Allgemeinzustands - dass ich damals (also nach Fe-Infusion UND mit einer Anfangsdosis von 50müg Thyroxin) sehr deutliche Symptome entwickelt habe: objektiv BD-Steigerung, Tachykardie, fettige Haare und ölige Haut und subjektiv Reizbarkeit, Hitzegefühl und Schweissausbrüche und dazu markant geringe Leistungsfähigkeit.

(Anders gesagt: mit innert Tagen korrigierten Eisen-Werten UND einer Anfangsdosis Thyroxin-Substitution hatte ich Überfunktionssymptome.
Aus heutiger Sicht könnte ich das so versuchen zu erklären, dass dann innert Tagen der TSH-Wert-Regelkreis wieder funktioniert haben könnte und ich das Thyroxin dann obendrauf dosiert erhalten habe – mit Herzrasen und so weiter.)

Der Arzt hatte damals dafür kein Verständnis und er wie ich keine Erklärung, weil diese Dosis von inital 50 müg üblich ist und sonst ganz normal zum Einschleichen eingesetzt wird. Und gut vertragen wird.
Ich bin sonst eine eher normale Patientin ohne grossen Hang zu irrationalen Behandlungswünschen und magischer Vorstellungswelt.
Aus der Zeit damals ist mir insgesamt in Erinnerung geblieben, dass ich nicht nach Lehrbuch reagiert habe und habe mich und den Arzt als sehr frustriert erlebt.

Postoperativ war der TSH-Wert auch nie über etwa 4 gestiegen, ich hatte aber ein deutliches Krankheitsgefühl und massive einschlägige Symptome, die nicht allmählich sondern mit dem Myxödem eher innert Tagen eingesetzt haben. Mehrere Ärzte sagten spontan und innert weniger Augenblicke, ich hätte ein typisches Schilddrüsengesicht. Damals fand ich die Aussagen vom Erleben her einfach nur furchtbar (!!!!!), aber im Nachhinein ist das hilfreich zur Bestätigung, dass es objektiv ein Problem gegeben hat.


-----

Ich habe vorläufig den Plan,
---> einen Arzt zu finden, der den Ausschleich-Versuch begleiten will.
---> die Dosis-Reduktion aus praktischen Gründen in 6,25 müg Schritten zu machen. Das enstpricht einem Viertel einer Euthyrox-Tablette zu 25müg.
Denn wenn ich eine Weichgelatinekapsel zu 13müg viertele, was durchaus zuverlässig geht mit einem Tabletten-Teiler, dann bin ich schnell wieder die verschrobene Patientin.
Und ich wäre versucht, die Halben und Viertel auf den nächsten Tag aufzubewahren und dann ebenfalls einzunehmen. Da habe ich aber Bedenken wegen des Luftzutritts und der dadurch weniger gut kontrollierten Bedingungen des Ausschleich-Versuchs.
---> Als Zeitspanne bis zur nächsten Dosis-Reduktion strebe ich einmal 8 Wochen an.
Denn wenn ich mir das Aufaddieren beim Einstellen der Thyroxin-Substitution in der Excel-Tabelle ansehe (das habe ich heute mühsam gemacht, es geht, aber ohne Übung ist das verflixt mühsam und frisst Zeit!!!), dann ist das der Zeitpunkt bei 8 mal 7 Tage, also 8 Wochen, der Zeitpunkt, von dem an sich die Menge Thyroxin, die jeweils im Körper ist, um weniger als 1 müg pro Tag ändert. Also sich ein Serumspiegel plus-minus stabil eingestellt hat.

Das stimmt ja auch mit den empfohlenen Untersuchungs-Abständen bei der Einstellung überein.
Kurz gesagt: lieber etwas grössere Schritte bei der Dosis, dafür jeweils lange genug das Einpendeln des neuen geringeren stabilen Blutspiegels abwarten.
Den Blutspiegel des Thyroxins kann ich nicht direkt bestimmen, aber via fT3- und fT4- undTSH-Werten regelmässig die Bestätigung holen, dass ich nicht in die Hypothyreose rutsche.
Anders gesagt, dass die Schilddrüse Zeit hatte, sich jeweils funktionell gut anzupassen.

17 Schritte à 6,25 müg zu je 8 Wochen, macht 34 Monate, macht 2-Jahre-10-Monate bis zur Null-Linie für die Substitutiton mit Thyroxin.
Macht auch 17 Arzt-Termine. Und bedeutet, fast 3 Jahre lang die ganze lange Zeit über das Thema konstant auf dem Radarschirm zu haben.
Macht auch 17 mal Blutentnahme mit Bestimmung fT3 und fT4 Werte, TSH Wert und - nur in meinem Fall wohl - dazu den Ferritin-Wert.

(Anmerkung: den Ferritin-Wert deshalb,weil ich den separat von der SD im Auge behalten muss (anderer Grund bzw. Diagnose) und nicht möchte, dass ein tiefer Fe-Wert das Ausschleichen stört.
Also anders gesagt; das der tiefe Ferritin-Wert (der für einen Eisenmangel steht) dann der Grund ist, das der TSH-Wert fälschlich nicht ansteigt - und ich fälschlicherweise den Zeitpunkt verpasse, an dem ich etwas anpassen müsste bei meinem individuellen Schema, wie ich das Thyroxin ausschleichen möchte.)

Da verstehe ich die Ärzte, die einem davon abraten. Für mich überwiegen aber die Vorteile, wenn ich es denn durchziehen kann und am Ende wieder ohne Medikamente auskommen kann.

Ich finde es so unglaublich schwierig, mit einem Plan, den der Arzt nicht kennt, auf die Ärzte zuzugehen - die erste Reaktion ist doch: "Was wollen Sie denn, sie können doch auch Medikamente nehmen!"
Die zweite dann "Sie werden es sicher trotzdem machen, auch wenn ich es Ihnen nicht empfehle" - und schon ist man aus der ärztlichen Kontrolle schon fast herauskatapultiert und als Eingebrötlerin und verschroben-unkooperativ abgestempelt.

In diesem Sinne: Bitte unbedingt schreiben, falls ich hier oder da einen groben Denkfehler eingestrickt haben sollte.
Denn gegenüber den Ärzten bin ich so unsicher, dass ich froh bin, wenn die Gegenargumente hier im Forum, statt in der Sprechstunde auf mich einprasseln ;-)
Und für den Tag X, an dem ich den Arzttermin haben werde: bitte Daumen heben...!

Es grüsst der Züriseestern *

P.S.: Ich schreibe so ausführlich, damit jemand anderes die Überlegungen allenfalls für sich selber gut und vollständig nachrechnen und durchdenken kann.
Wie immer gilt ja: bitte nicht einfach blind nachmachen, ich habe wirklich die vielen einzelnen Pro und Contra lange und gut gegeneinander abgewägt.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 26.05.2014 23:39.

26.05.2014 23:39 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Gepard Gepard ist männlich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 19.07.2011
Beiträge: 844
Alter: 52
Herkunft: Baden Württemberg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich kann diese Angst nicht verstehen. Aufjedenfall ist das nicht normal.

"Kann mit ein Grund für die "plötzlich einsetzende und klinisch deutliche Hypothyreose 7 Wochen postoperativ, bei einem TSH-Wert von nur 4 (Sollwert?-4)" damals der deutliche Eisenmangel gewesen sein? "

Es gibt keine klinisch deutliche Hypothyreose. Es gibt Menschen, die mit einem TSH von
> 30 nichts spüren. Bei Ihnen war der TSH nur bei 4 und das kann niemals eine Hypothyreose gewesen sein.

Das bedeutet Sie versuchen sich vor einigen Symptomen mit Schilddrüsenhormonen zu schützen, die eigentlich nicht durch eine Unterfunktion ausgelöst werden.
Das ist hier der Denkfehler. Bei Eisenmangel treten Symptome normalerweise auch nicht plötzlich auf.
27.05.2014 00:43 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Gepard

Da muss ich schmunzeln- bei dem "gibt es nicht".
Denn es ist ja faktisch nun einmal so gewesen: selber erlebt, ärztlich bestätigt, einschliesslich gemessener Werte.

Myxödeme unterscheiden sich ja von den sonstigen Schwellungen, besonders sichtbar im Gesicht, nach Qualität und Verteilung.
Dazu beispielsweise die Tachykardie über 100 Schläge pro Minute in Ruhe, die sich besserte, wenn ich Spazieren gegangen bin, und zwar nur dann, aber immerhin: Besserung bei "Sport", vorhersagbar und zuverlässig. Ein Puls von 100 klingt nach nicht viel, ist aber schon recht unangenehm zu erleben, über Stunden und Tage.
Damals habe ich mich noch nicht getraut, die Weichgelatinekapseln eigenhändig zu teilen und das Einschleichen so abzumildern. Und es war ja der Erwartungsdruck da, schnell etwas gegen die Hypothyreose zu erreichen. Das würde ich heute anders gestalten, aber nun ja.

Damals hatte ich noch überlegt, ob irgendetwas mit der Proteinbindung bei mir anders ist, dass die eigentlich unaufregende Anfangsdosis sich so stark ausgewirkt hat.

Jetzt hätte ich zusätzlich den Fe-Spiegel, der via Blutverlust schnell herunter, via Infusion schnell herauf ging, als zweite Erklärungsmöglichkeit für die Situation damals, möglicherweise.
Besonders an der Situation damals könnte das "schnelle Herunter" und das "schnelle Herauf" damals gewesen sein, das kommt sicher nicht so häufig vor, so dass der Arzt da keine Vergleichswerte hat/hatte. Eisenmangel-Anämien haben meist nichts "Plötzliches".
Die Korrektur des Fe-Spiegels mittels Fe-Infusion wirkt sich ja nicht nur auf das Blutbild aus. Diskutiert für den schnellen Wirkungseintritt nach etwa 2-3 Tagen wird auch wieder besetzte Stellen an Eisen-Schwefel-Komplexen der Enzyme auch der Atemkette in den Mitochondrien, dies als Hypothese bereits publiziert, aber dort noch nicht mit Studien belegt.
Dieses Modell passt gut in Qualität der Wirkung und Schnelligkeit des Wirkungseintritts zu den Erlebnisberichten. Fe-Infusion sind, auch im Amateurbereich, bei Marathonläufern und Extremsportlern beliebt, die anscheinend regelmässig ihren Körper in Richtung Anämie "quälen" bzw. trainieren - und diese "besonders gesunden Menschen" berichten regelmässig von dem Energiekick 2 Tage nach der ersehnten Fe-Infusion.
Die eigentliche Korrektur der Anämie mit Blutbildung etc. kann ja gar nicht innert 2 Tagen stattfinden und das klinische Bild so deutlich bessern, möchte man meinen.
Soviel dazu.


Ein Wort noch zu
"""Das bedeutet Sie versuchen sich vor einigen Symptomen mit Schilddrüsenhormonen zu schützen, die eigentlich nicht durch eine Unterfunktion ausgelöst werden.
Das ist hier der Denkfehler. Bei Eisenmangel treten Symptome normalerweise auch nicht plötzlich auf. """

Nicht ich selber mediziere mich selber mit Medikamenten. Dementsprechend gibt es kein "Ich versuche mich mit SD.Hormonen zu schützen".
Wohl möglich ist, dass die Symptome damals falsch zugeordnet, interpretiert und therapiert worden sind. Denn natürlich geht man bei Hypothyreose post-operativ davon aus, dass die Hypothyreose *wegen* der Operation eingetreten ist. So dass die Thyroxin-Substitution damals wirklich die logische Konsequenz gewesen ist.
Nicht durchschnitllich waren sicher der schnelle Eintritt der Symptome, die duchaus messbare, eher heftige Reaktion auf die Anfangsdosis Thyroxin.

Als Besonderheiten damals wie gesagt ein Blutverlust, sicher grosser psychischer Stress, in der Summe wohl ein körperlicher Stress mit beispielsweise mit der Folge der Erstmanifestation klinischer Allergie-Symptome, auch der Atemwege, die vorher nie relevant gewesen waren.
Es ist wie verhext gewesen, als ob *alles* einfach einmal durchgeschüttelt und durcheinander gekommen wäre.

Seither weiter auffällig (nach der SD-Operation und zeitlich getrennt davon): verzögerte knöcherne Heilung nach Osteosynthese, sehr langsame Kallusbildung, aber ohne Stillstand, Arbeitsdiagnose low grade infection, ohne Erreger-nachweis bei 2 maliger Bakteriologie, einmal Abstrich und einmal Probenentnahme mit Sonifikation.

Sicher haben Sie recht - aus den "sonderbaren" Symptomen damals und heute und der eher ungewöhnlichen Erstreaktion auf die Therapie könnte man schon auf die Idee kommen, dass damals die SD-Hormone das Problem damals nicht an der Wurzel gepackt haben. Ex-non-iuvantibus, sozusagen. Doch weder Arzt noch ich schieben hier die SD-Hormone als Schutz vor.
Das geht alles nüchtern-medizinisch-logisch, mit allenfalls einem Quantum Fehlinterpretation und Betriebsblindheit. Shit happens... ;-)
Ich denke mir manchmal mit dem Mut der Verzweiflung, dass dafür, dass es mir schlecht geht, ich es doch ganz gut getroffen habe...


Hat jemand noch eine Meinung zum Plan:
"Dosis-Reduktion Thyroxin um 6,25 müg Schritte alle 8 Wochen, dazu BE/ Labor alle 8 Wochen,
wobei Labor mit fT3 un fT4 (für Gepard, Danke für den Hinweis), TSH (für den behandelnden Arzt, vermutlich) und Ferritin (nur für mich, weil geringer Zusatzaufwand)"
- ist das zu viel, zu wenig?
Oder gibt es gestützt auf Analogieschlüsse andere Ideen oder Vorstellungen dazu?

Was findet man eigentlich in der medizinischen Fachliteratur an Angaben zur zeitlichen Anpassungsfähigkeit der Schilddrüse?
Ich habe zwar viel gelesen, dazu aber nichts gefunden, auch in Medline nicht, allerdings vielleicht ohne die richtigen Schlagwörter.

Grüsse vom Züriseestern *

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 27.05.2014 09:38.

27.05.2014 09:38 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
RE: Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen???? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
***ERSTE FASSUNG***
Mögliche Abfolge - in 17 Schritten / Anfangsdosis 75müg / Reduktion in Viertelschritten/Viertel-Tabletten(-Kapseln) von 25müg
also z.B. 50 + 3/4 Tablette à 25 müg,oder später in Viertel-Teilen von 13 müg

Step____________75_____plusTeile von 25 oder 13 müg Tablette_____Dosis
1______________50_____+ 1__________________________________75
2______________50_____+ 3/4________________________________68,75
3______________50_____+ 2/4_________________________________62,5
4______________50_____+ 1/4_________________________________56,25
5______________50_____+ 0/4_________________________________50
6______________25_____+ 3/4_________________________________43,75
7______________25_____+ 2/4_________________________________37.5
8______________25_____+ 1/4_________________________________31,25
9______________25_____+ 0/4_________________________________25
_____oder______13_____+ 4/4 von 13___________________________26
10_____________13_____+ 3/4_________________________________22,75
11_____________13_____+ 2/4_________________________________19,5
12_____________13_____+ 1/4_________________________________16,25
13_____________13_____+ 0___________________________________13
14_____________13______3/4__________________________________9,75
15_____________13______2/4__________________________________6,5
16_____________13______1/4__________________________________3,25
17______________0______0____________________________________0

(Puh, das war mühsam, aber jetzt zerlegt es die tabellarische Aufstellung nicht mehr...)

Ich habe gerade einen Denkfehler gefunden, vor lauter Viertel und Halben: ab Schritt 10 wird im Schema oben die Dosis nur mit 3,25 statt weiter mit 6,25 müg gerechnet. Wenn ich durchgehend 6,25müg Schritte Dosisreduktion einhalte, sind es nicht 17, sondern "nur" 13 Etappen. Ach was, und das darf man ruhig feiern: eigentlich sind es ja nur zwölf Schritte!

Es blinzelt freudig überrascht

Euer Züriseestern *

Zitat:
***KORRIGIERTES SCHEMA***
Mögliche Abfolge - in 12 Schritten / Anfangsdosis 75müg / Reduktion in Viertelschritten/Viertel-Tabletten(-Kapseln) von 25müg
also z.B. 50 + 3/4 Tablette à 25 müg

Step____________75_____plusTeile von 25 Tablette_____ ___Dosis
1______________50_____+ 1____________________________75
2______________50_____+ 3/4__________________________68,75
3______________50_____+ 2/4__________________________62,5
4______________50_____+ 1/4__________________________56,25
5______________50_____+ 0/___________________________50
6______________25_____+ 3/4__________________________43,75
7______________25_____+ 2/4__________________________37.5
8______________25_____+ 1/4__________________________31,25
9______________25_____+ 0/4__________________________25
10_________ ____0_____+ 3/4__________________________18,75
11__________ ___0_____+ 2/4__________________________12,5
12__________ ___0_____+ 1/4_______________________ ___6,25
13___________ __0_____+ 0____________________________0

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 27.05.2014 10:06.

27.05.2014 09:50 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Gepard Gepard ist männlich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 19.07.2011
Beiträge: 844
Alter: 52
Herkunft: Baden Württemberg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Züriseestern
Was findet man eigentlich in der medizinischen Fachliteratur an Angaben zur zeitlichen Anpassungsfähigkeit der Schilddrüse?
Ich habe zwar viel gelesen, dazu aber nichts gefunden, auch in Medline nicht, allerdings vielleicht ohne die richtigen Schlagwörter.


Die Anpassungsfähigkeit der Schilddrüse kann man auch schlecht messen oder darstellen. Ich kann Ihnen nur nach Erfahrung sagen, daß die Schilddrüse sofort wieder tätig wird, wenn man die Substitution absetzt. Die HWZ von T4 ist 14 Tage. Wenn Sie also die Tablette komplett absetzen, dann dauert es sowieso lange bis die Konzentration des fT4 sich reduziert. In dieser Zeit kann die Schilddrüsenfunktion sich auf die neuen Werte anpassen. Deswegen müssen Sie die Substitution nicht auschleichen. Einfach komplett absetzen.
27.05.2014 09:56 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Gepard

Moment einmal, wie kommst Du, bzw. wie kommen Sie auf eine Halbwertszeit von 14 Tagen für das T4?

Wikipedia schreibt zu Thyroxin und zu T4:

Zitat:
Chemische Eigenschaften
Das Thyroxin-Molekül enthält vier Iod-Atome (Tetraiodthyronin), daher auch die Bezeichnung T4. Thyroxin hat im Körper – an Thyroxin-bindendes Globulin gebunden – eine Halbwertszeit von. etwa acht Tagen..

Wie kommt der Gepard auf eine Halbwertszeit von 14 Tagen?
Etwa im Unterschied L-Thyroxin-pur-in-der-Tablette und Thyroxin-im Körper- an-Thyroxin-bindendes-Globulin-gebunden?
Oder in der fast-schon-Hypothyreose-während-die-Schilddrüse-sich-anstrengt-mehr-Drüsengewebe-und-mehr-Thyroxin-zu bilden?

Zitat:
Die herstellende pharmazeutische Firma schreibt in der Fachinformation zum Medikament Tirosint (Wirkstoff: L-Thyroxin)
Elimination
Levothyroxin wird mit einer Halbwertszeit von ungefähr 7 Tagen beim Gesunden langsam ausgeschieden. Die extrarenale Dosisfraktion Q0 von Levothyroxin beträgt 1,0. Die Ausscheidung erfolgt vor allem über die Faeces. Die Plasmahalbwertszeit von Levothyroxin ist bei Hypothyreose verlängert (9–10 Tage), bei Hyperthyreose erniedrigt (3–4 Tage).
Kinetik spezieller Patienten
In der Östrogentherapie und in der Schwangerschaft wird eine Zunahme der Bindungskapazität der Plasmaproteine und somit eine verlängerte Plasmahalbwertszeit nachgewiesen. Sie kann aber bei ausgeprägter Hypoproteinämie (Leberzyrrhose) oder im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen oder mit Arzneimitteln auch reduziert sein.
Aufgrund der hohen Bindung an Plasmaproteine erscheint Levothyroxin nur in geringen Mengen im Hämodialysat.

Bei der Fachinformation zu Euthyrox (Wirkstoff L-Thyroxin) heisst es analog:
Elimination
Levothyroxin wird langsam ausgeschieden mit einer Halbwertszeit von ungefähr 7 Tagen beim Gesunden.
Die extrarenale Dosisfraktion Q0 von Levothyroxin beträgt 1,0. Die Ausscheidung erfolgt vor allem über die Faeces.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Schilddrüsenfunktionsstörungen
Die Plasma-Halbwertszeit von Levothyroxin ist bei Hypothyreose verlängert (9–10 Tage), bei Hyperthyreose verkürzt (3–4 Tage).


Meistens wird L-Thyroxin und T4 ja einfach synonym verwendet. Wo gäbe es denn den Unterschied bei der Halbwertszeit, wenn ich 8 Tage für das Thyroxin als Tablette und 14 Tage von Gepard für das T4 im Körper angegeben finde?

Denn ob es 8 oder 14 Tage Halbwertszeit sind macht schon einen Unterschied!
Für die Elimination von Thyroxin mit einer Halbwertszeit von 8 Tagen habe ich gerechnet, dass es etwa 50 Tage geht, bis von der Tablette weniger als 1% im Körper übrig ist.
Bei einer Halbwertszeit von 14 Tage liegt der Zeitpunkt, bei dem nur noch 1% der ürsprünglichen Menge im Körper da ist, bei etwa 80 Tagen.
(Die Formeln zur Berechnung sind schwer wiederzugeben hier, sie finden sich im Internet unter "Exponentielles Wachstum" mit etwas suchen. Etwas mathematische Vorkenntnisse für das Verständnis sind schon nötig, sonst schreckt die Schreibweise mit "e hoch minus k mal t" schnell einmal ab.)

Wie dem auch sei:
Ursprünglich bin ich von einem Zeitraum von bis 3 Jahren für das Ausschleichen ausgegangen.
Dann bin ich durch Nachdenken auf 12 Schritte zurückgerudert.
Mit einen Radikal-Stopp nach Gepards Anregung wären es nur etwa 50 Tage (bei einer Halbwertszeit von 8 Tagen) oder etwa 80 Tage (bei einer Halbwertszeit von 14 Tagen) , bis der Körper wieder selber sein SD-Hormon produzieren würde.
Stimmt so eigentlich nicht ganz, vollständig korrekt müsste es heissen "bis praktisch das gesamte im Körper vorhanden SD-Hormon vom eigenen Körper produziert worden ist".

"Monate" sind immerhin ein leichter zu überschauender Zeitraum als "Jahre".
WENN es denn klappt.
(Der Pessimist meldet sich und sagt:
"bis der Versuch des Ausschleichens dann wirksam gescheitert ist" ;-)
(Und das kleine Teufelchen setzt noch eines oben drauf:
"bis auf Umwegen ausgetestet ist, dass es sich doch um eine Auto-Immun-Thyreoditis-ohne-auffällige-Laborwerte handelt und du dich umsonst geplagt hast" ;-)

Als Arzt hat man einen Vorteil man sieht den Patienten nur zum Start und dann erst wieder, wenn die Anpassung erfolgreich vollendet ist.
Als Patientin fallen die Tage dazwischen eben auch ins Gewicht.

Danke für die wertvollen Anregungen an alle, auch in den anderen Threads!

Mit einem nachdenklichen Blinzeln vom Züriseestern *

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 27.05.2014 12:03.

27.05.2014 12:03 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Gepard Gepard ist männlich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 19.07.2011
Beiträge: 844
Alter: 52
Herkunft: Baden Württemberg

Augenzwinkern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

"Die Plasma-Halbwertszeit von Levothyroxin ist bei Hypothyreose verlängert (9–10 Tage), bei Hyperthyreose verkürzt (3–4 Tage)."

Das ist die richtige Aussage über die Halbwertszeit. 14 Tage war nur ein Beispiel. Man kann nicht genau sagen, wie schnell T4 vom Körper abgebaut wird, aber letztendlich ist damit gemeint, daß es sowieso Tage bis eine Woche dauert bis die Reste aufgebraucht werden.

Deswegen kann man die Medikation auch sofort absetzen.

"Mit einen Radikal-Stopp nach Gepards Anregung wären es nur etwa 50 Tage (bei einer Halbwertszeit von 8 Tagen) oder etwa 80 Tage (bei einer Halbwertszeit von 14 Tagen) , bis der Körper wieder selber sein SD-Hormon produzieren würde. "

Der Körper produziert sowieso sein SD Hormon selber (mit der Schilddrüse). Ihre Schilddrüse ist nicht inaktiv. Die Frage ist nur mit welchem Anteil. Weil Sie SD Hormone einnehmen produziert die SD vielleicht als Beispiel nur 40 % selber. Wenn man die Tab sofort absetzt, dann je nach HWZ in paar Tagen oder einer Woche kommen die SD Hormone nur noch von der Schilddrüse. 100 % also alles nur noch von der Schilddrüse.

Sie können die Medikation komplett absetzen. Ausschleichen braucht man nicht.
27.05.2014 13:07 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Gepard,

Darauf antworte ich aber umgehend mit einem etwas gedehnten Ja-aber...
Eine 100%-ig eigene Produktion an SD-Hormonen wird sich ohne Thyroxin-Tabletten sehr sicher vorhersagbar einstellen, keine Frage. Und doch: SD-Hormone-zu-100%-aus-eigener-Bio-Produktion (in Prozent) stellen nicht automatisch eine ausreichende Versorgung mit SD-Hormonen sicher (in müg), leider. Zum Beispiel, wenn in Millilitern anfangs noch zu wenig Drüsengewebe da ist, zum Beispiel wegen der Teilresektion der Schilddrüse.

Trotzdem einen grossen Dank für die klare Position zu diesem Thema.

Ich denke, ich werde die radikale Position "man kann auch in einem Schritt absetzen, wenn das Thyroxin unnötigerweise verschrieben wird" einfach als Mutmacher einsetzen.
Auf der anderen Seite vergebe ich mir ja nichts, wenn ich den ersten Schritt in den ersten Wochen einfach doch mit einer Teilreduktion anfange. Dann sollte ja ebenfalls "nichts" an subjektiver Symptomatik auffallen. Falls doch Symptome auftreten, ist der Absturz dafür hoffentlich einfacher wieder abzufangen.

Noch ein Argument für das langsame Absetzen:
¨Die Elimination von Thyroxin ist eine Elimination 1. Ordnung", das heisst von der Tabletten wird konzentrationsabhängig anfangs mehr, später weniger ausgeschieden.
Insgesamt kann man auch so verstehen, dass, falls es einen Unterschied macht, wie schnell man absetzt, dass sich dies dann besonders zu Anfang des Zeitraums und weniger zu Ende des Zeitraums bemerkbar machen könnte.
Konkret könnte man das so anwenden: zunächst die erste Hälfte der 75müg in vorsichtigen Schritten reduzieren und radikaler werden dann eher erst gegen Ende. Kann doch sein, dass die Schilddrüse sich leichter tut, auf einen Schlag 37,5 oder 25 müg wieder selber herzustellen, als gleich 75 oder 50 müg von heute auf morgen.
Also, wenn ich eine Schilddrüse wäre, ginge es mir jedenfalls so... (mit einem Augenzwinkern für den letzten Satz hier ;-)

Einverstanden, so als Kompromiss vielleicht? Schon zu Grossmutters Zeit galt schliesslich "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Und so wertvoll - mindestens so wertvoll - wie Porzellan, bin ich ja bitteschön auch, oder?

Attempto (zu Deutsch so viel wie: ich wage es) - und ich werde berichten...

Freundliche Grüsse

Züriseestern *


P.S.:
Hier nachstehend zu den Dosis-Schritten noch eine Fundstelle:
Auf der Website von KIT (Kompetenznetz ImmunThyreopathien, das ist eine Selbsthilfegruppe) - http://www.kit-online.org/Die-Einstellungszeit - habe ich als summarischen Erfahrungsbericht dies hier gefunden:

"Nach Erfahrung vieler Patienten braucht man bei der Steigerung nicht ängstlich zu sein. 10 - 14tägig eine Steigerung um 12,5 µg bis zur vom Arzt vorgegebenen Zieldosis werden meist gut vertragen. Empfindliche Patienten können natürlich eine niedrigere Dosissteigerung und einen längere Zwischenzeit wählen."

Eine Einschätzung, die sich auf die Dosissteigerung bei der Einstellung der Thyroxin-Substitution bezieht. Eigentlich darf man das so nicht 1 : 1 übertragen!!! Doch wenn ich das umgekehrt auf das Ausschleichen beziehe, ist es zumindest ein Anhaltspunkt.
Mit meinen 6,25 müg Schritten bin ich ja noch vorsichtiger - die hatte ich gewählt, weil es ein Viertel der 25müg Tablette ist, per Bruchrille oder Tablettenteiler.
Und ich könnte dann allenfalls entsprechend die Zeiträume pro Dosis-Reduktion kürzer wählen, wenn ich mich am durchschnittlichen Erfahrungswert orientieren will, zum Beispiel.

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 28.05.2014 02:26.

28.05.2014 02:26 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Gepard Gepard ist männlich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 19.07.2011
Beiträge: 844
Alter: 52
Herkunft: Baden Württemberg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Züriseestern
Lieber Gepard,

Darauf antworte ich aber umgehend mit einem etwas gedehnten Ja-aber...
Eine 100%-ig eigene Produktion an SD-Hormonen wird sich ohne Thyroxin-Tabletten sehr sicher vorhersagbar einstellen, keine Frage. Und doch: SD-Hormone-zu-100%-aus-eigener-Bio-Produktion (in Prozent) stellen nicht automatisch eine ausreichende Versorgung mit SD-Hormonen sicher (in müg), leider. Zum Beispiel, wenn in Millilitern anfangs noch zu wenig Drüsengewebe da ist, zum Beispiel wegen der Teilresektion der Schilddrüse.



Natürlich stellt die Bio-Produktion eine ausreichende Versorgung sicher und zwar mit dem TSH. Auch wenn nicht genug Gewebe vorhanden ist z.B. wie bei einer Hemithyreoidektomie die Hälfte, steigt der TSH so weit, daß durch den TSH Anstieg das Restgewebe vermehrt Schilddrüsenhormone produzieren kann. Wenn es nicht ausreichend wäre, könnte der TSH noch mehr steigen bis über 30. Wenn der TSH bei 4 stehen bleibt, heisst es auch, daß der Bedarf damit schon abgedeckt ist. Mit einem hohen TSH kann die Schilddrüse viel mehr Hormone produzieren und steiger ihre Leistung enorm.

Deswegen ist mit dem thyreotopen Regelkreis und dem TSH immer die Hormonversorgung gesichert.
28.05.2014 08:49 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Gepard

...dann beisst sich die Katze hiermit in den Schwanz:
wenn in der Vegangenheit faktisch und postoperativ bei einem TSH-Wert von 4 für den Arzt sichtbare und unabhängig von mir festgestellte
-Myxödeme
-und Gewichtssteigerung
den Arzt veranlasst haben, von der Vorankündigung " wir versuchen es postoperativ erst einmal ohne Thyroxin-Substitution" ohne viel Federlesens umzuschwenken auf " nehmen Sie von jetzt an 50müg Thyroxin, das wir noch steigern werden" - dann habe ich (zumindest damals) eine Schilddrüse in meinem Körper (zumindest damals gehabt), die zu der erwünschten grossen Synthesesteigerung (damals) nicht in der Lage ist (war).
Anmerkung dazu noch: der TSH ist jan auch nicht bei einem Wert von 4 stehen geblieben, sondern die klinschen Symptome und das reduzierte Algemeinbefinden haben des Arzt wohl bewogen, den Versuch, ohne Thyroxin postoperativ auszukommen, per sofort abzubrechen. Er hat also nicht ausgetestet, wie wiet der TSH-Wert npch weiter angesteigen wäre!

(Bei einer anderen Patientin (Bekannte), die als chronische Schmerzpatientin vom Neurologeneingestuft wurde und bereits nach 3 Wochen Lyrica erhielt, das geholfen hat, wäre es auch zynisch, nachträglich zu sagen, der Neurologe hätte erst die vollen 6-8 Wochen zuwarten müssen, um die Patientin nach den Kriterien der Fachgesellschaft als Patientin mit chronischen Schmerzen formal korrekt zu erfüllen, bevor er Lyrica verordnet).

Danke trotzdem für den Beitrag, das ist irgendwie schon logisch und hilft dabei, Gepards Sichtweise gut zu verstehen.
Nehmen wir Gepards Einstellung mal als klinische Beobachtung an, die stimmt und richtig ist, will heissen: "eine Schilddrüse, die im Grunde kein Thyroxin bräuchte, kommt von heute auf morgen damit zurecht, dass man die Thyroxin-Tablette ratz-fatz weglässt, Dies auch deshalb, weil eine Steigerung um 50 - 75müg für die Schilddrüse kein Problem ist, zumal bei der Halbwertszeit von je nach Sichtweise 7, 10 oder 14 Tagen, das Organ ja auch viel Zeit hat, auf den Mehrbedarf zu reagieren."

Ist es aber wirklich nur eine Synthesesteigerung, wenn die Schilddrüse plötzlich einen grossen Mehrbedarf abzudecken in der Lage ist? Immerhin besteht ein grosser Teil der Schilddrüse aus einem Vorratsspeicher.
Dazu bei http://www.medicoconsult.de/wiki/Funktion_der_Schilddrüse
Die SD "ist die einzige Drüse des menschlichen Körpers, die die Hormone extrazellulär speichert. Dieser Speicher für Thyroxin reicht aus, um den Körper damit 10 Monate zu versorgen.(...)
Ihre( die der Schilddrüse(Anm.)) funktionelle Baueinheit sind die Schilddrüsenfollikel. (...) Diese enthalten Thyreoglobulin, einen Hormonvorläufer."
Dann wäre es möglichertweise nicht (oder nicht nur) die de novo Syntheseleistung, sondern das Anzapfen des Hormon-Vorläufer-Vorrats, der die Umstellungsphase - nach Gepard problemlos - überbrücken hilft.

Das ist für mich schon relevant, weil logischerweise "weniger ml Drüsengewebe nach Teilresektion = weniger Menge gespeichertes Thyroxin".
Also doch wieder ein Argument für ein - möglicherweise übervorsichtiges, aber unschädliches - langsames Vorgehen.

Schon alleine, damit Gepard am Ende recht behält und ich am Ende und insgesamt das Ausschleichen "schaffe", ohne auch nur vorübergehend Symptome zu entwickeln (z.B. weil Vorrat bereits aufgebraucht und Drüsengewebe schon auf voller Leistung, aber noch nicht im Volumen ausreichend vermehrt), die mich vorzeitig (in Gepards Augen) aufgeben lassen - und alle werden glücklich sein...

Das hoffe ich.

Freundliche Grüsse

Züriseestern *

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 28.05.2014 11:46.

28.05.2014 11:32 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
pewu   Zeige pewu auf Karte pewu ist weiblich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 24.08.2004
Beiträge: 122
Alter: 59
Herkunft: Ehlscheid, Rhld.-Pfalz
Eigene Schilddrüsenerkrankung: Hashimoto
Geburtsdatum des erkrankten Kindes: 10.10.1995

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich möchte nur kurz mal einwerfen, dass ich, bevor ich diese ganze Geschichte mit der Reduziererei anfinge, erst einmal eine ausführliche SD-Testung durchführen ließe.

Alle 3 Antikörperwerte und nicht nur auf den TSH achten sondern dann auch auf fT3 und fT4.
Es ist ja noch nicht mal bekannt, ob nicht doch eine Hashimoto-Thyreoiditis vorliegt, wenn ich das richtig verstanden habe.
28.05.2014 11:40 pewu ist offline E-Mail an pewu senden Beiträge von pewu suchen Nehmen Sie pewu in Ihre Freundesliste auf
Gepard Gepard ist männlich
Vielschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 19.07.2011
Beiträge: 844
Alter: 52
Herkunft: Baden Württemberg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Selbst wenn die Hälfte des Organs rausgenommen wird, hat die Schilddrüse mit der Hälfte noch genug Schilddrüsenhormone um den Körper zu versorgen. Wenn nicht als Beispiel 10 Monate dann eben 5 Monate.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Es ist auch nicht schädlich, wenn Sie die Dosis langsam reduzieren und später absetzen. Es ist aber auch in Wirklichkeit gar nicht erforderlich.
Letztendlich mit Doissreduktion oder sofort Absetzen ist die Hälfte der Schilddrüse aufjedenfall in der Lage ausreichend Schilddrüsenhormone zu produzieren. Sie müssen gar nicht so vorsichtig sein mit Absetzen oder Dosisreduktion. Das ist unnötig.

Der TSH wird schon dafür sorgen, daß die Schilddrüse ihre Hormonproduktion nach dem Bedarf einstellt und Sie müssen nicht Ihr Leben lang Schilddrüsenhormone einnehmen.
28.05.2014 12:21 Gepard ist offline Beiträge von Gepard suchen Nehmen Sie Gepard in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von pewu
Ich möchte nur kurz mal einwerfen, dass ich, bevor ich diese ganze Geschichte mit der Reduziererei anfinge, erst einmal eine ausführliche SD-Testung durchführen ließe.

Alle 3 Antikörperwerte und nicht nur auf den TSH achten sondern dann auch auf fT3 und fT4.
Es ist ja noch nicht mal bekannt, ob nicht doch eine Hashimoto-Thyreoiditis vorliegt, wenn ich das richtig verstanden habe.


Lieber Pewu

Doch, bei der Erstdiagnose sind fT3 fT4 und auch die "SD-Antikörper" vollständig bestimmt worden: keinerlei erhöhte Ak-Werte.
Was allenfalls irritierend ist -als möglicher Hinweis auf eine SD, die sich nicht in der Norm verhält -:
dass der Arzt (und ich) eigentlich gern gehabt hätten (wie Gepard), dass postoperativ erst einmal keine SD-Hormone nötig geworden wären.
Faktisch ist das aber nötig geworden, was Arzt und ich zwar bedauerlich fanden, aber damals einvernehmlich nicht in Frage gestellt haben.

Was den Schluss zulässt, dass (damals) doch eine Störung der Schilddrüsenfunktion da ist (war), etwa aufgrund zusätzlicher Faktoren, die ich aber nicht kenne.
Aber eben unter sicherem Ausschluss einer Auto-immun-Thyreoditis nach den Regeln der Schulmedizin.
Weil das Ultraschallbild wie auch die Histologie Verkalkungen gezeigt haben, aber eben nicht typisch wie Autoimmun-Thyreoditis: da wird schon irgendeine Entzündung reaktiv dagewesen sein, weil der Knoten ja selber ein Reiz ist oder auf einen Reiz hin entsteht. Alles aber nicht wirklich konkret, sondern unspezifisch.

Ich greife die Idee gerne auf, auch zu Anfang, bei Zeitpunkt T(0) also, noch einmal die Werte zu bestimmen.Warum nicht bei der ohnehin stattfindenden regelmässigen Kontrolle. Dann verbunden mit der Frage, ob die Werte alle noch einmal komplett überprüft werden könnten. fT3 und FT4 nehme ich dazu bei den Kontrollen beim Absetzen bzw. bei der regulären Zwischenkontrolle, und, falls der Arzt keine Gegenargumente hat, eben auch - aber nur einmal - auch noch einmal die SD-Antikörper, dies nach etlichen Jahren wieder einmal.

Das Ausschleichen will ich sowieso nur mit einem Arzt und Laborwerten an meiner Seite überhaupt jemals ins Auge fassen. Ich hirne hier so ausführlich in der Hoffnung, zum Sprechstundentermin mit einem gut durchdachten Plan auf mehr Verständnis zu stossen.

Und ich würde auch nicht einfach so und vorneweg aus einer Laune heraus zusätzliche Laborwerte (unnötig?) anfordern, um dann erst zu überlegen, ob ich etwas damit anfangen wollen würde, wie zum Beispiel nachzudenken, und dann später nur vielleicht daraus therapeutische Konsequenzen ziehen wollen... ;-)
Werte hole ich dann und nur dann ein, wenn ich daraus therapeutische Konsequenzen ableiten will oder etwas ausschliessen möchte. Sonst nicht. Also denke ich vorher nach, was ich will und was es dazu braucht.

Freundliche Grüsse

Züriseestern *

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Züriseestern am 28.05.2014 12:33.

28.05.2014 12:23 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Züriseestern Züriseestern ist männlich
Oftschreiber




Treue-Sterne
Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.Seit über  36  Monaten registrierter User in diesem Forum.


Dabei seit: 30.06.2012
Beiträge: 14
Alter: 39
Herkunft: D

Themenstarter Thema begonnen von Züriseestern
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Gepard
Selbst wenn die Hälfte des Organs rausgenommen wird, hat die Schilddrüse mit der Hälfte noch genug Schilddrüsenhormone um den Körper zu versorgen. Wenn nicht als Beispiel 10 Monate dann eben 5 Monate.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Es ist auch nicht schädlich, wenn Sie die Dosis langsam reduzieren und später absetzen. Es ist aber auch in Wirklichkeit gar nicht erforderlich.
Letztendlich mit Doissreduktion oder sofort Absetzen ist die Hälfte der Schilddrüse aufjedenfall in der Lage ausreichend Schilddrüsenhormone zu produzieren. Sie müssen gar nicht so vorsichtig sein mit Absetzen oder Dosisreduktion. Das ist unnötig.

Der TSH wird schon dafür sorgen, daß die Schilddrüse ihre Hormonproduktion nach dem Bedarf einstellt und Sie müssen nicht Ihr Leben lang Schilddrüsenhormone einnehmen.


Das Engelchen redet ganz gnenau so wie oben mit mir, das Teufelchen zweifelt daran, dass es *in meinem Fall* so sein wird.

Danke dafür, dass ich mit den Informationen hier im Forum und dem Beitrag oben die Bestätigung habe, dass das Szenario "Ausschleichen bei intakter Schilddrüsenfunktion" auch nach Teil-Resektion der SD grundsätzlich realistisch sein kann.

So, ich melde mich aus dem Thread vorerst ab, weil das Leben noch aus anderen Themen besteht. Ich nehme mir fest vor, gelegentlich zu berichten, wie es weiter gegangen ist!

Allen Mitlesenden wünsche ich alles Gute und den Mitsdiskutierenden einen ganz grossen, wirklich grossen Dank. Ich habe mein Zaudern hier ausleben können und habe jetzt ein klareres Bild im Kopf - das Etappenziel ist damit erreicht.

Bis zum nächsten Mal also (=> Verabschiedung in die Forums-Pause!)

Züriseestern*
28.05.2014 12:31 Züriseestern ist offline Beiträge von Züriseestern suchen Nehmen Sie Züriseestern in Ihre Freundesliste auf
Seiten (2): [1] 2 nächste • Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Schilddrüsenbundesverband - Die Schmetterlinge e. V.Erwachsenesonstige Schilddrüsenerkrankungen (Erwachsene)Unabhängig werden- L-Thyroxin ausschleichen????

Die Beratungen und Informationen auf unserer Homepage, in unseren Foren, in unserem Chat, oder per E-Mail sind keine Ferndiagnosen und keine Behandlungsvorschläge. Sie sind keinesfalls eine Aufforderung zum Abbruch einer ärztlich verordneten Therapie zu sehen und fordern auch nicht zur Aufnahme einer Therapie ohne ärztliche Begleitung auf. Sie sind als reine (Laien-) Informationen und persönliche Meinungen anzusehen und ersetzen keineswegs eine eingehende, individuelle medizinische und/oder ärztliche Untersuchung und/oder die fachliche Beratung durch einen (Kinder-) Arzt, durch einen Therapeuten oder durch einen Apotheker! Für Ihre Erkrankung empfehlen wir deshalb - unabhängig von der Inanspruchnahme von Informationen durch unsere Internetseiten -, stets einen fachkundigen (Kinder-) Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Nur dieser kann eine eingehende, individuelle medizinische und/oder ärztliche Untersuchung durchführen, Ihre Symptome, Ihr etwaiges Krankheitsbild und Ihren Gesamtzustand einschließlich eventueller Vorerkrankungen beurteilen. Auf Wunsch nennen wir Ihnen gerne entsprechende Ansprechpartner! Weder der Schilddrüsenbundesverband „Die Schmetterlinge e. V.“ noch dessen Vorstandsmitglieder, Ansprechpartner, Regionalgruppenleiter, Selbsthilfegruppenleiter und/oder Diskussionsteilnehmer übernehmen eine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit erteilter Informationen. Es gilt deutsches Recht, auch wenn Sie von außerhalb Deutschlands auf die Internetseiten des Schilddrüsenbundesverbandes „Die Schmetterlinge e. V.“ zugreifen.

Powered by Burning Board © WoltLab GmbH Besucher seit dem 1. Dezember 1999 Design by  Nefix.de